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  • Kritik: "Carrington"

    Ihre Amour fou störte die Idylle im puritanischen England der zwanziger Jahre. Der Schriftsteller Lytton Strachey, wegen seiner Sarkasmen wie wegen seiner Homosexualität verpönt, beginnt, fern von der Londoner Boheme, auf dem englischen Lande eine Liaison mit der Malerin Dora Carrington, einer zutiefst eigenwilligen wie einsamen Künstlerpersönlichkeit aus dem Dunstkreis von Virginia Woolf.

    Diese sowieso schon von starken emotionalen Schwankungen begleitete Beziehung zweier Individualisten kann auch von den zahlreichen Liebesaffären Dora Carringtons nicht erschüttert werden.

    Das von Regisseur Christopher Hampton (erhielt 1990 einen Oscar für das Drehbuch zu "Gefährliche Liebschaften") üppig ausgestattete Kostüm-Drama ist furios inszeniert und bietet vor der prächtigen Kulisse der saftig grünen englischen Wiesen in erster Linie glänzendes Schauspieler-Kino: Der köstlich agierende Jonathan Pryce als exzentrischer Lebenskünstler mit wechselnden Neigungen und die pointiert spielende Emma Thompson als innerlich zerrissene Lebedame liefern sich ein wirklich mitreißendes Liebesduell. Dagegen wirkt die Ehe von Prince Charles und Lady Di wie eine Beruhigungstablette. eve

    Copyright: DIE WELT, 16.12.1995

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