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  • Kritik: Buntes PubertätsPotpourri

    Die 15-jährige Mary (Lindsay Lohan) ist am Boden zerstört. Erst musste sie die Glitzerwelt von New York gegen ein Leben in der öden Kleinstadt Dellwood eintauschen, und jetzt hat sich auch noch ihre Lieblingsband Sidarthur aufgelöst. Zum Glück hat die verzweifelte Teenagerin an ihrer neuen Schule mit Außenseiterin Ella (Alison Pill) schnell eine Freundin gefunden, mit der sie beide Katastrophen verarbeiten kann.

    Dabei bleibt den beiden eigentlich gar keine Zeit für intensive Trauerarbeit. Schließlich gilt es gerade, das Schultheaterstück neu zu besetzen, bei dem Mary auf die Hauptrolle spekuliert. Auf die hat es allerdings auch die verzogene Schulschönheit Carla (Megan Fox) abgesehen. Auf dem Pausenhof kommt es zwischen der ehemaligen Großstadtgöre und der eitlen Provinznudel zum Zickenkrieg.

    Lange war es still um Kinderstar Lindsay Lohan, die im zarten Alter von elf Jahren mit ihrer Doppelrolle in "Ein Zwilling kommt selten allein" (1998) für Furore sorgte. Im vergangenen Jahr meldete sich der Rotschopf mit der Komödie "Freaky Friday" (2003) zurück.

    Stereotype Charaktere zauberhaft in einer Person vereint

    In "Bekenntnisse einer Highschool Diva" muss Lindsay nun aus New York ins biedere Hinterland ziehen. An der dortigen Highschool hat sie mit all jenen Problemen zu kämpfen, die auf Schulmädchen in amerikanischen Komödien im Allgemeinen zukommen: Da haben wir den Groupie, für den eine Welt zusammenbricht, weil sich die Lieblingsband aufgelöst hat. Da haben wir den Freak, der sich mit der neidischen Schulzicke herumschlagen muss. Und schließlich ist da noch die verträumte Poetin, die so gern die Hauptrolle im neuen Schultheaterstück übernehmen möchte.

    Normalerweise reichen derartige Handlungsstränge für drei Einzelfilme, doch Lindsay Lohan vereint all diese stereotypen Charaktere ganz zauberhaft in ihrer Person. Fokussiert auf ihre Hauptdarstellerin bietet diese Disney-Produktion ein munteres Potpourri altbekannter Pubertätsthemen. Die Welt, durch die Mary dabei schlendert, sieht aus wie ein farbenfroher Mädchentraum. Selbst der Hinterhof einer finsteren New Yorker Seitenstraße ist da noch gesickt mit knallbunten Mülltüten.

    Dank Lindsays Charme und einem poppigen Soundtrack dürfte sich ein junges Publikum von diesem unkomplizierten Sammelsurium durchaus verzaubern lassen. Bei alldem bleibt nur zu hoffen, dass sich die mittlerweile 18-Jährige jetzt nicht so schnell verheizen lässt, wie so viele ehemalige Kinderstars zuvor. Schon in wenigen Wochen ist sie schließlich mit "Girls Club - Vorsicht bissig" (2004) in einer weiteren Highschool-Komödie zu sehen, und für das kommende Jahr sind nicht weniger als vier neue Produktionen in Planung.

    ddp

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