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  • Kritik: Bullock und Kidman üben sich in Magie

    Man nehme zum Zaubertrank: Sandra Bullock und Nicole Kidman als ansehnliche Schwestern aus altem Hexengeschlecht und mixe daraus ein modernes Märchen über Magie und den ganz besonderen Zauber der Liebe. Ein Paar wie Schneeweißchen und Rosenrot geben Bullock und Kidman dabei ab: dunkelhaarig, lieb und zart die eine - unbändig wild, mit roter Mähne die andere. Als "Zauberhafte Schwestern" präsentieren sie jetzt ein Doppel, das optisch in Bann zieht, sich über weite Strecken aber in schönem Schein erschöpft.

    Dabei hätte eine solch verzauberte Geschichte durchaus zum Weihnachtshit werden können: Schließlich kommen neben den attraktiven jungen Hexenschwestern auch ihre zwei liebenswert schrulligen Tanten (Dianne Wiest und Stockard Channing) zum Zuge - in einer wunderbar verschachtelten Hexenvilla zwischen viktorianischem Chic und alternativer Öko-Ästhetik. Nach dem Tod ihrer Eltern wachsen Sally (Bullock) und Gillian (Kidman) Owen bei den Hexentanten auf und werden von ihnen in die Geheimnisse der weißen Magie und den Fluch der Owen-Frauen eingeweiht: Sobald sie mit einem Mann eine echte Liebesbeziehung haben, segnen die Herren alsbald das Zeitliche.

    Sally hat dennoch den Traum, den Mann des Lebens zu finden und mit ihm eine ganz normale Familie zu gründen - was ihr zeitweise auch gelingt, bis der Familienfluch sein Opfer fordert und sie erneut lange auf den nächsten Traummann, den Ermittler Gary Hallet (Aidan Quinn), warten muß. Gillian hingegen genießt das ungebundene Leben und hilft dem Liebestreiben mit ihren magischen Fähigkeiten immer wieder auf die Sprünge.

    Doch eines Tages gerät sie an einen harten Brocken - einen geheimnisvollen Lover aus Transsylvanien, der ihr in leidenschaftlicher Besessenheit nach dem Leben trachtet. Schwester Sally muß zur Hilfe eilen, um Gillian aus den Klauen des Bösen zu retten und Jimmy Angelov (Goran Visnjic) zumindest zeitweise unschädlich zu machen. Doch das Böse ist mit den Zaubersprüchen der Frauen noch nicht gebannt und beginnt, verscharrt unter der Garten- Pergola, ein bedrohliches Eigenleben zu führen.

    Keine Frage - das moderne Hexen-Dasein ist nicht erst seit den "Hexen von Eastwick" für eine Fülle amüsanter Details und skuriller Situationen gut. So auch in diesem Fall, wenn das Frauenquartett zum Hexensabatt nicht auf dem Blocksberg tanzt, sondern zur "Mitternachts-Margherita" um den heimischen Küchentisch groovt. Oder wenn dem wiederzubelebenden Leichnam der fünfzackige Hexenstern kurzerhand mit Sprühsahne auf den Leib gemalt wird. Einige sehenswerte "übersinnliche" Trickeffekte kommen hinzu - auch wenn die Wiedergeburt Angelovs aus dem Körper Gillians wie eine jugendfreie Variante des "Exorzisten" wirkt.

    Doch gelungene Situationskomik reicht nicht aus, um der Geschichte durchgängig Tempo zu verleihen. Und vor allem Sandra Bullocks Auftritt leidet daran, daß ihre schauspielerische Skala sich meist in fotogenem Posing erschöpft. Schöne Bilder, schöne Menschen, schöne Effekte können die Längen in der Geschichte nicht überdecken. Bei allem magischen Aufwand fehlte wohl doch der rechte Zauberspruch.

    Andrea Barthelemy, dpa

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