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  • Kritik: Bruce Willis auf Zeitreise

    Berlin (dpa). Im Jahr 2035 leben die Menschen unter der Erde. Nur wenige haben die große Seuche des Jahres 1996 überlebt. Wissenschaftler suchen nach einem Kandidaten, der auf einer Zeitreise die damaligen Geschehnisse erforscht. Ihr Freiwilliger heißt Cole. Er soll hinter das Geheimnis der "12 Monkeys" kommen, die seinerzeit planten, die Erde zu verseuchen.

    Das ist die Ausgangsbasis für Terry Gilliams gleichnamigem Film, der schon bei den 46. Internationalen Filmfestspielen Berlin im Wettbewerb vorgestellt wurde. Bruce Willis spielt den Freiwilligen mit kahlem Schädel, der in seinen Träumen von einer Erinnerung aus der Kindheit heimgesucht wird. Auf einem Flughafen wird er Zeuge einer Verfolgungsjagd, bei der eine blonde Frau eine Rolle spielt. Willis gewinnt dem Traum stumme Gefühle von Leid, Verwirrung, Verstörtheit und kindlicher Freude über das Erdendasein ab.

    Beim ersten Versuch mit der Zeitreisemaschine landet Cole im Jahr 1996 und kommt gleich in die Irrenanstalt. Dort lernt er Jeffrey Goines, den Sohn eines bekannten Wissenschaftlers (Christopher Plummer) und die Psychiaterin Kathryn Railly kennen. Brad Pitt erstaunt in der Rolle des reichlich durchgeknallten Söhnchens mit Weltuntergangsphantasien. Pitt zeigt mit irrer Mimik und Gestik, daß er mehr als nur den gutaussehenden smarten Boy spielen kann. Madeleine Stow ist der richtige Typ für eine seriöse und schöne Ärztin, die Cole von Anfang an vertraut vorkommt.

    In der Anstalt wird Cole natürlich für verrückt gehalten, als er erzählt, daß er aus einer anderen Zeit kommt und die Menschheit in naher Zukunft von einem tödlichen Virus ausgerottet wird. Selbst die mit ihm sympathisierende Ärztin wird erst durch einen Beweis überzeugt. Erst dann beginnt sie Cole zu helfen. Sie finden Graffitis der ominösen "12 Monkeys", deren Spur hin zu dem Goines-Sohn führt. Aber die Zeitreisemaschine ist grausam und kann das Geschehen nicht rückgängig machen.

    Von seiner filmischen Umsetzung her reiht sich "12 Monkeys" in das Science-Fiction-Genre ein. Die Zukunftswelt besteht aus Laboratorien und merkwürdigen Apparaten. Die Wissenschaftler allerdings stecken noch immer in weißen Kitteln. Die Geschichte ist kompliziert aufgebaut, aber bleibt ohne große Überraschungen. Gilliam gewann dem Zeitreiseaspekt damit keine neuen Seiten ab.

    Von Jutta Lehmer, dpa

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