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  • Kritik: Britische Komödie "Shooting Fish" kommt in die Kinos

    Frankfurt/M (AP) "Shooting Fish" verläßt der Besucher besser gelaunt als beim Betreten des Kinos. Viel Positiveres läßt sich von der Wirkung einer Komödie nicht sagen.

    Zwar kommt die von Regisseur Stefan Schwartz inszenierte britische Produktion nicht an die Sonderklasse von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" heran. Doch ist ein vergnügliches Kinostück zu besichtigen, das vom frischen Spiel und den unverbrauchten Gesichtern seiner drei jungen Hauptdarsteller lebt. Das sind der Amerikaner Dan Futterman als smarter Dylan, der Ire Start Townsend als schüchterner Jez und die hübsche Engländerin Kate Beckinsdale als vielumworbene Georgie.

    Der Titel der Komödie gibt schon Hinweis darauf, worum sich das Leben von Dylan und Jez im Swinging London unserer Jahre dreht: Denn shooting fish ist der amerikanische Slangausdruck für übers Ohr hauen, schwindeln und betrügen. Die Art und Weise, wie die beiden jungen Männer das praktizieren, ist so liebenswert raffiniert wie zugleich anrührend amateurhaft, daß ihnen die Sympathien der Zuschauer gewiß sein dürfen. Dylan und Jez haben sich zum Ziel gesetzt, ganz schnell sehr reich zu werden - mit fast allen Mitteln. Da sie im Kern anständige Burschen sind, wollen sie zu diesem Zweck aber nur gutbetuchten Opfern den Geldbeutel leichter machen.

    Der gutaussehende Amerikaner Dylan und Jez, ein Technikgenie, häufen schließlich auch eine ganze Menge Geld an. Dafür interessiert sich bald die mit beiden befreundete und von beiden begehrte Georgie. Aus ganz uneigennützigen Gründen übrigens, denn sie will die Schließung des Heims verhindern, in dem ihr geistig behinderter Bruder lebt. Als die beiden Helden unversehens im Gefängnis landen und ihr ergaunertes Vermögen wertlos zu werden droht, weil just am Tag vor ihrer Entlassung in England die 50-Pfund-Noten aus dem Verkehr gezogen werden sollen, muß Georgie alles retten und kann sogar noch auf eine ungeliebte Heirat verzichten.

    Es passiert also eine ganze Menge in "Shooting Fish", manchmal schon fast ein bißchen zuviel. Da scheint die Angst der Autoren Stefan Schwartz und Richard Holmes durch, ihre Ideen könnte zu schwach sein, um den erhofften Kassenerfolg zu garantieren. Tatsächlich hat der Film nicht die stimmige und vielschichtige Dramaturgie seines Vorbilds "Vier Hochzeiten und ein Todesfall". Mehr als dort bestimmen witzige und orginelle Einfälle das Gesamtgeschehen. Doch mindert das wenig an dem Spaß, den der am 16. Oktober in den deutschen Kinos anlaufende "Shooting Fish" zu bereiten versteht.

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

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