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  • Kritik: Bridget Jones ist wieder unterwegs

    Man muss sie einfach lieben. Keiner leidet so schön, keiner tritt mit solchem Charme in alle bereit stehenden Fettnäpfchen wie Bridget Jones. Drei Jahre nach ihrem ersten Kino- Auftritt kehrt das chaotische Pummelchen aus London auf die Leinwand zurück.

    Hollywoodstar Renée Zellweger (35) hat sich für «Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns» erneut in die hoffnungslos romantische Bridget auf der Suche nach der großen Liebe verwandelt.

    Dabei variiert die Fortsetzung von «Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück» in erster Linie das Thema des ersten Films, ohne es groß weiterzuentwickeln. Viel Witz und die gnadenlose Selbstironie der Titelheldin machen diesen Mangel allerdings wett. Mit der von der britischen Bestseller-Autorin Helen Fielding geschaffenen Figur werden sich wieder ganze Heerscharen weiblicher Singles identifizieren können. Auch das Wiedersehen mit Hugh Grant als fies- arrogantem Ex-Liebhaber und Colin Firth als steifem Anwalt machen den Film zum Genuss.

    Eigentlich könnte die Welt für Bridget Jones in Ordnung sein. Sie hat endlich das Herz von Anwalt Mark Darcy gewonnen. «Er ist Anwalt für Menschenrechte», erzählt sie Freunden, Kollegen und Wild-Fremden zu jeder unpassenden Gelegenheit vor Stolz strotzend. Bridget kämpft immer noch mit den Pfunden, sie raucht wie ein Schlot und zieht aus ihrem Kleiderschrank mit größter Treffsicherheit jeden Morgen das unvorteilhafteste Outfit. Auf den vornehmen Anwalts-Gesellschaften ihres Freundes blamiert sie sich als watschelndes Entlein. Liebeserklärungen gibt sie gerne vor seinen versammelten Geschäftspartnern ab. Doch Mark liebt seine Bridget so wie sie ist.

    Aber wer keine Probleme hat, der macht sich selber welche: Bridget verdächtigt ihren Freund, dass er sie mit seiner Praktikantin Rebecca betrügt. Die ist jung, hübsch und hat Beine bis zum Himmel. Der Fall ist klar, Bridgets Minderwertigkeitskomplex schlägt voll zu. In ihrem Job als Fernsehreporterin läuft es auch nicht allzu gut. Zur Erholung gibt es Skiurlaub: Doch auch dort taucht, elegant Kurven ziehend, Rebecca auf. Bridget hat da ganz andere Sorgen und macht einen Schwangerschaftstest. Zu den Höhepunkten des Films gehört die Szene, als sich Mark und Bridget beim Warten auf das Test-Ergebnis über Kindererziehung streiten.

    Und der Stress geht weiter: Bei einer Dienstreise nach Thailand trifft Bridget ausgerechnet auf ihren Ex Daniel Cleaver (Hugh Grant) - das Gefühlschaos ist wieder mal perfekt. Dann gibt es auch noch echte Schwierigkeiten: bei der Ausreise wird Bridget wegen Drogenschmuggels von der thailändischen Polizei festgenommen. Doch am Ende des Films ist Bridget bei ihrer Suche nach der großen Liebe ein ganzes Stück weiter gekommen.

    Zellweger, gebürtige Texanerin, hat sich wieder wunderbar in die Welt der Londoner Snobs, Hippies und Singles eingefunden. Wie beim ersten Film musste die zarte Schauspielerin für ihre Rolle rund 10 Kilo zunehmen. Zum Kinostart präsentiert sie sich wieder gertenschlank und will Fragen zu ihrem Gewicht am liebsten gar nicht beantworten.

    Sie habe kein Rezept fürs Schlankwerden. «Ich hörte einfach auf, Bridget zu sein», sagt Zellweger. «Ich hörte auf, so zu sein wie sie, wie sie zu sprechen und wie sie zu gehen.» Viel schwieriger sei das Zunehmen gewesen, sagt der zierliche Star. Eine Ernährungsberaterin habe sie zwischen den Proben stets angehalten, riesige Portionen zu sich zu nehmen. Die Fans beruhigt Zellweger: Falls sich Helen Fielding zu einem dritten Bridget-Band entschließen sollte, dann stehe sie für die Filmrolle erneut bereit.

    dpa

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