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  • Kritik: Bon Jovi spielt den "Leading Man"

    Hamburg (dpa) - David Bowie, Mick Jagger und Sting haben es mit mehr oder weniger großem Erfolg vorgemacht. Nun will sich auch Rockstar Jon Bon Jovi die eine oder andere Lorbeere nicht länger nur auf der Konzertbühne, sondern auch auf der Leinwand verdienen.

    Nach seinem Cameo-Auftritt in "Blaze of Glory" und einer kleinen Rolle in "Moonlight Valentino" kommt an diesem Donnerstag der erste Streifen mit Bon Jovi in einer Hauptrolle nach Deutschland. Im leicht verdaulichen Psycho-Drama "Leading Man" spielt der Softrocker einen ebenso charismatischen wie durchtriebenen Filmstar, der mit geradezu diabolischer Finesse eine Theatergruppe aufmischt.

    Der gefeierte Schauspieler Robin Grange (Bon Jovi) wird als "Leading Man", als Hauptdarsteller, für ein neues Bühnenstück im renommierten Londoner Theaterdistrikt West-End aus den USA importiert. Ausgerüstet mit den unschlagbaren Waffen Sex, Charme und Indiskretion gelingt es Grange innerhalb weniger Wochen nicht nur, das Vertrauen der schauspielenden Kollegen als Sprungbrett für die eigene internationale Karriere zu mißbrauchen.

    Perfekt versteckt er Gier und skrupellose Selbstsucht und verführt zudem in einer Art faustischem Pakt die attraktive Frau des Theaterautors Felix Webb (Lambert Wilson). Dies hat dieser - von seiner jungen Geliebten gedrängt - auch so gewollt, um die Trennung zu erleichtern.

    Liebhaber psychologisch motivierter Dramen kommen beim neuen Streifen von Regisseur John Duigan ("Verführung der Sirenen") sicherlich auf ihre Kosten. Zu Beginn als klassische Liebestragödie noch reichlich vorhersehbar, wartet "Leading Man" schließlich noch mit der einen oder anderen Überraschung auf. Zudem zeichnet Duigan ein interessantes Psychogramm der Theaterwelt mit ihren emotionalen Aufgeregtheiten und pathetischen Überempfindlichkeiten.

    Den breiten Geschmack des Publikums an den Kinokassen wird Bon Jovis Leinwanddebüt allerdings nur schwer treffen. Wer sich von den zartblauen Augen, den leichten Grübchen und gebührend gezeigten Muskelpaketen des Musikidols nicht beeindrucken läßt, der wird beim "Leading Man" den Mangel an Spannung und Tiefe bedauern.

    Von Martin Oversohl, dpa

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