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  • Kritik: Blutige Farce um KillerPuppe geht in neue Runde

    Chucky, die blutrünstige Killer-Puppe mit Kultstatus, hatte sein Hollywood-Karriere vor mehr als 15 Jahren in ehrlichen Horror-Filmen begonnen. Jetzt, in «Chucky's Baby», dem fünften Teil der Geschichte, muss man sich höchstens vor flachen Scherzen fürchten.

    Obwohl das Blut wieder in Strömen fließt, ist Chucky-Erfinder Don Mancini, der jetzt zum ersten Mal auch Regie führte, endgültig ins Genre der Horror-Komödie gewechselt. Der besondere Witz: Jennifer Tilly, die im vergangenen Teil «Chucky und seine Braut» mitmachte und auf der Leinwand starb, spielt sich selbst, übergewichtig und zu allem für eine Rolle bereit.

    Tilly will unbedingt die Jungfrau Maria in der «aufwendigsten Bibel-Verfilmung aller Zeiten» spielen und würde dafür auch den Regisseur ins Bett schleppen. Gina Gershon, ihre lesbische Partnerin aus «Bound - Gefesselt», könnte auch vorbeikommen, deutet sie an. Und als ein Freund ihr sagt, sie käme dafür in die Hölle, erwidert sie: «Hölle ist, wenn man in einem Wettbewerb im Würmer-Essen mit Anna Nicole Smith landet.» Es sei ein seltsames Gefühl gewesen, von einer Puppe gesagt zu bekommen: «Miss Tilly, Sie können es sich leicht machen, oder es auf die harte Tour haben», erinnert sich die Schauspielerin.

    Chucky, der dafür sorgen soll, dass hinter soviel Witz der Horror nicht ganz verschwindet, hat auch seine Probleme. Sein Puppen-Sohn, Glen, hat sich nämlich zu einem äußert friedfertigen und schüchternen Kerlchen entwickelt und ist sich zudem nicht sicher, ob er nicht eher ein Puppen-Mädchen Namens Glenda ist (eine Reverenz an den mehr als 50 Jahre alten Gruselfilm «Glen und Glenda» von Ed Wood).

    Neben vielen Bluttaten entscheidet sich Chucky schließlich, noch ein Kind zu zeugen - und sorgt dafür, dass «Chucky's Baby» einen Beitrag zur Filmgeschichte leistet. Nachdem die «South-Park»-Macher Trey Parker und Matt Stone in ihrer Polit-Satire «Team America» filmisches Neuland mit einer zügellosen Marionetten-Sexszene betraten, masturbiert nun zum ersten Mal eine Puppe auf der Leinwand, um den Samen für die künstliche Befruchtung zu produzieren. Wunschmutter: Natürlich Jennifer Tilly. Der Film hieß im Original «The Seed of Chucky», was auch als «Chucky's Samen» übersetzt werden könnte, aber dem deutschen Verleih dann wohl doch zu heiß war.

    dpa

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