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    Kritik: "Blue Juice": Britische Jugendkomödie

    Die ganz normalen Probleme von ganz normalen Leuten macht sich seit Jahren das britische Kino zum Thema - mit typisch schwarzem Humor und meist großem Erfolg.

    In die Fußstapfen von bewährten Filmgrößen wie Mike Leigh (Naked) oder Stephen Frears (Mein wunderbarer Waschsalon) tritt jetzt auch Jungregisseur Carl Prechezer. In seinem ersten Spielfilm "Blue Juice", der am 6. Juni in Deutschland anläuft, geht es um die Rituale der Jugendkultur. Der junge JC (Sean Pertwee) muß sich entscheiden, was ihm wichtiger ist: die wahre Männerfreundschaft oder die gemeinsame Zukunft mit seiner Freundin Chloe (Catherine Zeta Jones).

    Techno, Surfen, Drogen nehmen: Der Herrenclub aus Dean (Ewan McGregor) dem hypernervösen Dealer Josh (Steven Mackintosh), einem erfolgreichen Technomusikprodzenten und JC, dem besten Surfer von Cornwall, liebt das leichte Leben. Allerdings stehen die drei dem 30. Lebensjahr näher als dem 20., und viele Jugendsünden haben ihren Charme verloren. Trotzdem versucht das Trio dem gemeinsamen Freund Terry (Peter Gunn) seine Heirat mit Sarah (Michelle Chadwick) auszureden. Als jedoch Chloe ihren Geliebten JC überreden will, den Treffpunkt der Surferclique, das Cafe Aqua Shack, zu übernehmen, bricht die unbekümmerte Fassade der Jungs zusammen. Die Entscheidung über ihre Zukunft läßt sich nicht länger aufschieben.

    Mit seinem Regiedebüt gelingt Prechezer ein temporeicher Film über das Erwachsenwerden. Ohne schlauer als seine Filmfiguren zu sein, läßt der Jungregisseur seine Charaktere nachvollziehbare Wandlungen durchleben: Jugendkultur wird nicht als Exotismus vorgeführt, sondern als ernstzunehmende Lebensphase, die allerdings ein Ende haben kann.

    Gewürzt mit britischem Humor, Sprachwitz und Kostproben aus den unterschiedlichsten Musikstilen von Soul bis Techno erzählt Prechezer seine Geschichte über die Schwierigkeiten der Selbstfindung in den Zeiten von Ecstasy. Dazu gehört ein verschmitztes Ende, das ganz anders ausfällt als erwartet. Kein Genrekino, sondern eine Story, die mit vollen Händen aus dem Leben gegriffen scheint - und in der sich so mancher "Pan-30er" schmunzelnd wiederfinden dürfte.

    Von Katharina Reismann, dpa

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