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  • Kritik: Blondinen sind doch nicht so doof

    Gags und Dialoge mit Witz

    Elle fiebert dem Abend im feinen Restaurant entgegen, an dem ihr Warner den ersehnten Heiratsantrag machen soll. Doch ihr Angebeteter schockt seine Freundin im pinkfarbenen Abendkleid mit dem Satz: "Ich brauche eine Jackie Onassis und keine Marilyn Monroe." Letztere war bekanntlich blond, und blond ist auch Elle - naturblond.

    Für Elle bricht nach Warners brutaler Absage die Welt zusammen. Aber ein Drama wird es schon deshalb nicht werden, weil das alles in der amerikanischen Erfolgskomödie "Natürlich blond!" passiert. Tatsächlich erholt sich die Studentin nach wochenlangen Depressionen von dem Schock und beschließt, dem Schicksal nachzuhelfen: Sie will an der elitären Harvard-Universität im Fach Jura Furore machen, um das Herz Warners, der dort auch studiert, zurück zu gewinnen.

    Auf wundersame Weise besteht Elle die Aufnahmeprüfung und nimmt Kurs von Kalifornien auf die Ostküste. Mit Porsche, hochhackigen Stiefelchen, rosafarbener Garderobe und dem Schoßhündchen in der Handtasche kommt sie in Harvard an, ungläubig bestaunt. Warners neue Freundin, die strebsame und natürlich brünette Vivian, wittert Gefahr und spielt ihr gleich einen bösen Streich. Doch Elle zeigt sich als unerwartet zäh und beweist bald, dass mit ihr auch intellektuell zu rechnen ist. Von nun an werden die bekannten Vorurteile gegen Blondinen kräftig ad absurdum geführt...

    In den USA hat der vom Regiedebütanten Robert Luketic inszenierte Film nach einem Roman von Amanda Brown große Resonanz gehabt. Offenbar gibt es auch jenseits des Atlantiks erheblichen Bedarf an der Rehabilitierung von Frauen mit blonder Haarpracht. Und sicherlich dürfte auch die junge Hauptdarstellerin Reese Witherspoon nicht geringen Anteil an dem Kinoerfolg gehabt haben. Die 25-jährige Naturblondine aus der Country-Hochburg Nashville spielt ihre Rolle mit Hingabe, einer bemerkenswert stählerner Kinnpartie und jenen Kurven, die Männer gerne sehen und Frauen gerne hätten.

    Witherspoon hat es privat wahrscheinlich faustdick hinter den von der güldenen Mähne bedeckten Ohren. Doch auf der Leinwand gibt sie sehr glaubwürdig das Californian Dreamgirl, das sich Respekt unter den hochnäsigen Ostküste-Brünetten verschaffen will. Der Film beginnt rasant und amüsant, verliert im Verlauf allerdings deutlich an Tempo und schnurrt dann recht schematisch dem Ende entgegen.

    Manche Gags und Dialoge haben durchaus Witz, aber es gibt auch gedehnte Passagen in der annehmbaren Komödie, die nicht mehr als zwei Stunden leichte Unterhaltung sein will und auch ist. Immerhin wissen auch die ewigen Lästerer danach: Blondinen sind ja doch nicht so doof!

    Wolfgang Hübner, AP

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