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  • Kritik: Blöde Blondinen bevorzugt

    er Portier des luxuriösen Londoner Dorchester Hotel war sprachlos. Vor ihm stand eine riesige Blondine, eingezwängt in einen schwarzen Gaultier-Fummel mit phosphoreszierenden grünen und gelben Streifen. Die Füße der schrillen Lady steckten in Schuhen, aus deren Spitzen kitschige Plastikblumen ragten. Sie selbst verlangte: "Mr. Allens Zimmer, bitte!" Was der

    entgeisterte Portier nicht wissen konnte: Schauspielerin Mira Sorvino (27) hatte sich aufgetakelt, um für die Rolle der Prostituierten Linda Ash in Woody Allens neuem Film "Geliebte Aphrodite" vorzusprechen. Die Nutt-Couture machte Eindruck. Mira bekam den Part. Heute muß sie über ihren krassen Auftritt lachen: "Die haben mich angestarrt, als wäre ich das größte Flittchen aller Zeiten."

    Als kurvenreiche doofe Hure im Film spricht sie quietschend wie Minnie Maus, ist naiv, ordinär und hinreißend komisch. Das beeindruckte auch die Jury des Academy Award: Oscar für die beste Nebenrolle. Über Nacht wurde Mira Sorvino, die bis dahin in Hollywood nicht besonders auffiel, ein Star. Doch die sympathische Tochter des Schauspielers Paul Sorvino ("Nixon") bleibt auf dem Teppich. Trifft sich weiter mit Freunden aus der Elite-Uni Harvard, wo sie ihre Abschlußarbeit über den Anti-Afrikanismus in der Volksrepublik China schrieb.

    Schauspielerei und Wissenschaft? Für sie ist das kein Widerspruch: "Ich habe beides in mir. Die eine, seriöse Seite, die sagt, ich sollte im Friedenskorps arbeiten. Und die andere Seite, die am liebsten wie Marilyn Monroe wäre." Fürs US-Fernsehen durfte sie's neulich schon mal ausprobieren: In "Norma Jean Marilyn" spielte Mira die legendäre Sexbombe.

    Daß sie eines Tages selbst ein Filmstar werden würde, hätte sich das Mädchen aus Tenafly, New Jersey, in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt: "Ich war zusammen mit Brooke Shields auf der High School. Sie war schon damals diese makellos schöne, gertenschlanke Traumfrau. Ich steckte mitten in der Pubertät und war voller Komplexe. Ich dachte, ich könnte niemals so perfekt und ebenmäßig werden wie sie." Was für ein Glück, daß sie's nicht geschafft hat.

    Copyright: TV TODAY, 1996

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