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  • Kritik: Blind Date mit Queen Latifa

    Steve Martin gehört zu den größten US-Komödianten - das hat er in Filmen wie "Solo für zwei", "Roxanne" oder "Tote tragen keine Karos" hinlänglich bewiesen. Ganz nebenbei schreibt er erfolgreich Theaterstücke, Kurzgeschichten und einen Roman und heimst als Moderator der Oscar-Show mal eben sieben Emmy-Nominierungen ein (2001).

    Doch in letzter Zeit war es ruhiger geworden um den angegrauten Komiker, zumindest was sein Leinwandschaffen angeht. Schön also, dass das Kinopublikum Steve Martin nun wieder in einer Paraderolle erleben darf: In "Haus über Kopf" gibt der 57-Jährige einen stocksteifen, völlig überforderten Spießer, der durch ein Blind Date in schwindelerregende Abenteuer gerät.

    Internet-Flirt bringt Turbulenzen

    Grund der unwillkommenen Turbulenzen: Eine Internet-Bekanntschaft, der sich der erfolgreiche Anwalt Peter Sanderson (Martin), frisch geschieden und immer noch bemüht, seine Ex-Frau Kate (Jean Smart) zurückzugewinnen, hoffnungsvoll hingegeben hat. Nichts ahnend, dass sich hinter der angeblich gebildeten, gut aussehenden Anwältin die wilde Rasta-Braut Charlene (Queen Latifah) verbirgt. Die - eben aus dem Gefängnis ausgebüxt - hat nur ein Interesse an Sanderson: Er als Anwalt soll das Verfahren gegen sie wieder aufrollen, durch das das schwarze Temperamentsbündel angeblich unschuldig im Knast landete.

    Charlene greift zu bedrohlichen Methoden

    Eine große Wahl hat Sanderson nicht: Charlene greift zu recht bedrohlichen Methoden, um sich den Anwalt an ihre Seite zu holen. Das schließt die Verwirrung der Ex-Frau ebenso mit ein wie die ständige Gefährdung seiner Geschäftsbeziehungen, besonders die zu der alten, reichlich zickigen, aber milliardenschweren Mrs. Arness (Joan Plowright). Das ungleiche Gespann kämpft also zunächst gegeneinander, bevor sich die Verbindung für beide Seiten als Glücksgriff entpuppt - doch bis dahin müssen noch viele Hürden genommen werden.

    Beide Hauptdarsteller legen sich mächtig ins Zeug

    Regisseur Adam Shankman setzte "Haus über Kopf" in Szene. Dass er ein Gespür für komische Momente hat, bewies er schon bei seinem Debüt "Wedding Planer". Die Romanze mit Jennifer Lopez und Matthew McConaughey driftete jedoch vor allem Richtung Happy End ganz schön ins Klischee ab, und auch Shankmans neue Komödie setzt keine überraschenden Akzente. Dafür legen sich die beiden Hauptdarsteller mächtig ins Zeug, ihre Rollenstereotype bis ins Grenzenlose zu überspitzen. Die kleine Tanzeinlage Martins und sein Nachhilfeunterreicht in Leidenschaft zeigen den Komiker darüber hinaus von seiner besten Seite. Alles in allem ist "Haus über Kopf" nette Abendunterhaltung - nicht weniger, nicht mehr.

    Alexandra Pilz, ddp

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