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  • Kritik: "Black Day Blue Night"- Krimi und Road Movie in der Wüste Arizonas

    Frankfurt/M (AP) In der Wüste von Arizona sterben ein Mann und eine Frau bei einem Autounfall. Hunderte von Dollarnoten flattern auf dem ausgedörrten Boden umher. Ein Polizist trifft ein. Tage später wird sich sein Weg mit dem zweier junger Frauen kreuzen, die im roten Cadillac nach Phoenix unterwegs sind und sich auf unkonventionelle Art kennengelernt haben: Hallie hat die Kellnerin Rinda in flagranti im Bett mit ihrem Ehemann erwischt. So beginnt der schwarze Tag im US-Spielfilm "Black Day Blue Night", der am Donnerstag in den deutschen Kinos startet.

    Opfer des Verkehrsunfalls sind, wie sich herausstellt, Kriminelle, die einen Geldtransport überfallen und zwei Millionen erbeutet haben. Sie hatten offenbar einen Tramper mitgenommen, der sich mit einem Koffer voll Geld aus dem Staub gemacht hat. Polizist John Quinn macht sich auf die Suche nach ihm. Als eine Dollarnote aus der Beute auf einer Tankstelle auftaucht, glaubt er, ihm auf der Spur zu sein.

    Der Tramper Dodge, dargestellt von Gil Bellows, ist tatsächlich mit einem verdächtigen Koffer unterwegs, er hat sich den beiden Frauen angeschlossen und belügt den Polizisten. Überhaupt ist in dem Film vieles nicht so, wie es scheint, an überraschenden Wendungen mangelt es nicht. So trügt die biedere Fassade des Polizisten Quinn, den der vielbeschäftigte J. T. Walsh spielt. Auch die stille Hallie (Mia Sara) ist ein tiefes Wasser - im Gegensatz zu Rinda (Michelle Forbes), die einfach immer wieder von Männern enttäuscht wird.

    Der Schluß des Films gleicht der Szene vom Anfang: ein Unfall, zwei Tote, herumwirbelnde Geldscheine. Den symbolhaften Titel nimmt Tramper Dodge in einem Gespräch mit den jungen Frauen auf, als er sich an eine Prophezeiung seines Vaters erinnert: "An einem schwarzen Tag geboren, wirst du in einer blauen Nacht sterben." Das ist einer der parodiehaften Momente des Films.

    Die dramatischsten Szenen von "Black Day Blue Night" spielen sich im Finsteren ab, doch für einen richtigen "schwarzen" Film kommt er zu spielerisch daher. Regisseur J. S. Cardone, bisher nicht mit einem Filmerfolg hervorgetreten, hat seine Geschichte mit Zitaten und Querverweisen auf berühmte Filme - zum Beispiel die Duschszene aus Hitchcocks "Psycho" - versehen. Als Zitat kann auch allein die Auswahl des Schauplatzes gelten: die Wüste von Arizona, die Legionen amerikanischer Filmhelden zu Roß oder im Cadillac gesehen hat.

    Auch die Botschaft ist Hollywood-Philosophie wie gehabt: Wer aus der bürgerlichen gesetzestreuen Welt - diesmal in Hanksville, Arizona - ausbricht, kommt unter die Räder. Das Unbekannte und Fremde ist das Schwarze, in dem Gefahr lauert. Und am Ende bekommen die Bösen das, was sie verdienen...

    Von AP-Korrespondentin Inge Treichel

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