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  • Kritik: Bizarre Science-fiction-Komödie "Men in Black"

    Frankfurt/M (AP) Bald wird das bestgehütete Geheimnis der Welt auch hierzulande gelüftet: Dann treten in Barry Sonnenfelds bizarrer Kinokomödie die "Men in Black" - kurz "MIB" - in Aktion. Denn auf der Erde befinden sich Außerirdische in Menschengestalt. Sie werden vom geheimen Hauptquartier der "MIB" überwacht, einer ausgewählten Gruppe von Superagenten mit schwarzen Brillen und ebensolchen Anzügen. Deren Dienstregeln sind simpel: Friedliche Fremdlinge werden geduldet, die Bösen im Ernstfall aus dem Verkehr gezogen.

    Agent J, der gerade von dem hartgesottenen und erfahrenen Alienjäger Agent K in seine neue Aufgabe eingewiesen wird, bekommt es gleich mit einem ultrabösen Alien zu tun. Eine außerirdische Riesenkakerlake ist auf der Erde gelandet und in die Hülle von Bauer Edgar geschlüpft. So getarnt, macht sie sich in New York auf die Suche nach einer Mini-Galaxie, mittels der sie die Erde in ihre Gewalt bringen will. Die beiden MIB sind gewarnt, und so beginnt eine atemlose Verfolgungsjagd auf Edgar mit zahlreichen lebensbedrohlichen und komischen Hindernissen bis zum Finale.

    Werbung ist die halbe Miete, und das haben die Produzenten der "Men in Black" - auführender Produzent ist übrigens ein gewisser Steven Spielberg - wahrlich verstanden. Hat man noch nicht den Film, so doch längst die schwarzen Ray-Ban-Brille vor Augen und einen Ohrwurm vom Soundtrack, der in den USA längst die Hitparaden gestürmt hat. Die Brille ist unverzichtbar für die MIB, die ab und an das Gedächtnis ihrer Mitmenschen mittels eines Neutralisators löschen müssen, wenn diese irgend etwas über Aliens erfahren haben. Brille auf, Brille ab - der Hersteller kann sich glücklich preisen.

    Neben zahlreichen Anspielungen auf die biederen Filme des SF-Genres der fünfziger Jahre beeindruckt "MIB" mit gelungener Situationskomik und zwei überzeugenden Hauptdarstellern. Tommy Lee Jones als Agent K mimt den vom Job geprägten, coolen Agenten K. Für den gibt es keine Überraschungen mehr, bis er den lebenslustigen, aufgedrehten Polizist Edward (Will Smith) als Agent J anwirbt. Im Gegensatz zu seinem Kollegen hat K überhaupt keinen Sinn für Humor. Doch reizt er gerade durch seine trockene Art zum Lachen.

    Agent J ist das Gegenteil von K: Er bringt sich durch seine Neugierde und seine große Klappe oft selbst in Schwierigkeiten, aber sein Draufgängertum, unerschütterlicher Optimismus und Humor helfen ihm auch immer wieder aus heiklen Situationen heraus. Der Rapper und Schauspieler Will Smith, bekannt aus "Independence Day", spielt diese Figur mit komischem Talent. Ganz anders als in dem mit patriotischem Kitsch behafteten Film von Roland Emmerich bietet "MIB" dank zahlreicher Persiflagen - zum Beispiel Michael Jackson in der Alienkartei - genügend Platz für Situationskomik und witzige Dialoge.

    Regisseur Sonnenfeld legte bei der Verfilmung der düsteren Comic-Serie den Schwerpunkt auf die komischen Elemente der Geschichte. "MIB" lebt dabei besonders von seinen phantasiereichen Kreaturen. Der vierfache Oscar-Preisträger und "Gremlins"-Schöpfer Rick Baker, schuf die Aliens so lebensecht, daß einem wahrlich das Grausen kommen kann.

    "MIB", in den USA einer der ganz großen Kassenhits der Saison, garantiert ab dem 11. September in den Kinos von Flensburg bis Konstanz spannende, witzige Unterhaltung mit phantasievollen Außerirdischen, furchtlosen Helden und keiner Minute Langeweile.

    Von AP-Mitarbeiterin Caroline Nees

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