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  • Kritik: Bibi Blocksberg» kehrt zurück

    Mathematik ist (k)eine Hexerei. Das bekommt auch Bibi Blocksberg (Sidonie von Krosigk) in ihrem neuen Kinoabenteuer zu spüren. Wegen schlechter Schulnoten muss sie während der Sommerferien auf ein Internat, um für die Schule zu büffeln.

    Doch statt sich dem Satz des Pythagoras zu widmen, ist sie einem magischen Pulver auf der Spur, findet eine neue Freundin und lässt Widersacherin Rabia von Katzenstein (Corinna Harfouch) keine Chance. «Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen» knüpft an den ersten Teil an, der 2002 mit knapp 2,2 Millionen Zuschauern zum erfolgreichsten deutschen Film wurde.

    «Warum hast du denn dein eigenes Putzzeug mitgebracht», fragt der wirre Internatsdirektor Quirin Bartels («Polizeiruf 110»-Kommissar Edgar Selge) beim Blick auf den Hexenbesen. Putzzeug? Von wegen! In kurzer Zeit überzeugt Bibi ihre Mitschüler von ihren Qualitäten, macht aus wässriger Kohlsuppe Schnitzel mit Pommes Frites, lässt den vertrottelten Internatschef auf Hosentaschengröße schrumpfen und gibt ihrer neuen Freundin Elea (Marie-Luise Stahl), die im Rollstuhl sitzt, das Lachen zurück. Doch Bibi möchte mehr für die Vollwaise tun, möchte ihr mit dem sagenumwobenen Eulenstaub wieder das Laufen ermöglichen. Einer Sage zufolge soll sich der Eulenstaub in einem Labyrinth unterhalb des Internates befinden. Ganz nah, wäre da nicht die böse Hexe Rabia, die mit dem Elixier ihre verloren gegangenen Hexenkräfte zurückhaben möchte.

    Es beginnt eine turbulente Jagd nach dem Wundermittel, bei der Corinna Harfouch einmal mehr Verwandlungsfähigkeit beweist. Vor einigen Wochen noch als kühle Magda Goebbels in Bernd Eichingers «Der Untergang» zu sehen, wirbelt sie nun im rabenfederschwarzen Hexenkostüm umher, formt ihre Finger zu Krallen und faucht nach Herzenslust. Und: Sie hat sichtlich Spaß daran. «Es ist eine tolle Rolle», sagte sie bei der Filmpremiere in Leipzig. Auch, wenn sie die rund 50 Tage dauernden Dreharbeiten in Naumburg (Sachsen-Anhalt), München und Österreich fast das Leben gekostet hätten. Beim Überqueren der Saalach stürzte sie ab und konnte nur noch bewusstlos aus einem Wasserstrudel gerettet werden. Sie kam mit dem Schrecken davon und ist neben Katja Riemann und Ulrich Noethen, die sich als Bibis Eltern besorgt geben, eine der prominenten Zugpferde dieser 6,7 Millionen Euro teuren Produktion. Schauspieler Rufus Beck lieh seine Stimme Rabias Kater Maribor.

    Der Plot des fast zweistündigen Familienfilms verspricht Spannung und Nervenkitzel für die kleinen Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute. Den Eltern garantiert er Schmunzeln und Anerkennung für die rund 200, keineswegs aufdringlichen Special Effects. «Kinderfilme sind zurzeit sehr begehrt bei Schauspielern. Wir haben Anfragen von hochkarätigen Darstellern», sagt Produzentin Uschi Reich («Das fliegende Klassenzimmer», «Pünktchen und Anton», «Emil und die Detektive»).

    Trotz des Erfolges des ersten Blocksberg-Films und dem vermutlichen Anschlusstreffer sind die Meinungen über eine mögliche dritte Episode geteilt. Produzentin Reich macht es von den Besucherzahlen des zweiten Films abhängig, den Constantin Film deutschlandweit mit 500 Kopien zeigt. Fest scheint indes schon zu stehen, dass die 14 Jahre alte Bibi-Mimin dann zu alt für die Rolle sein würde. «Mit einer anderen als Sidonie möchte ich nicht spielen. Dann lieber ohne mich», meinte Harfouch bereits.

    dpa

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