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  • Kritik: Beziehungskomödie mit Martina Gedeck:

    Bob will nur eins: reich heiraten und nie wieder arbeiten. Barbara will auch nur eins: Keine Männer mehr im Bett und ihre drei aufmüpfigen Kinder in Schach halten. Wie Bob und Barbara trotzdem ein Paar werden, zeigt das Popmärchen "Alles Bob - Was ist dran am Mann" mit Martina Gedeck und Gregor Törzs.

    Als Heiratsschwindler mit Charme und Sexappeal glaubt Bob, jede Frau locker um den Finger wickeln zu können. Er ist Ende zwanzig und steht gerade vor dem größten Coup seines Lebens: er wird in einer Woche eine reiche Bankierstochter heiraten. Als er es trotzdem nicht lassen kann und die zehn Jahre ältere Bankangestellte Barbara lässig anbaggert, verpaßt diese seinem Selbstbewußtsein einen Dämpfer: Sie lädt ihn kurzerhand als "den richtigen Mann für die Mittagspause" zu einem Quickie ins Hotel ein.

    So hat sich das Bob nicht vorgestellt, er kneift. Doch damit ist sein Ehrgeiz erst recht geweckt, Barbara zu erobern. Auf seine Weise. Eines Abends steht er mit Rosen bei ihr vor der Tür und wird wieder überrascht: Barbara hat drei halbwüchsige Kinder. Sie will den selbsternannten Don Juan loswerden. Doch der quartiert sich bei ihr ein. Wird aus dem Casanova eine Haushaltshilfe? Zumindest versorgt er erstmal die "Rotzgören" und löst so eine wilde Party aus, als er Barbaras Eltern Haschkuchen serviert...

    Regisseur ist Otto Alexander Jahrreis, der an der Filmakademie Baden-Württemberg und der DFFB Regie unterrichtete und bisher vor allem TV-Produktionen wie "Balko" oder "Die Stimme des Mörders" inszeniert hat. Mit seiner "Boy meets Girl"-Variante "Alles Bob" wagt er einen Spagat: Einerseits ist der Film mit schnellen Schnitten, ungewöhnlichen Kameraperspektiven, moderner Musik, Slapstickszenen und poppigen Farben anscheinend für das junge Szene-Publikum erdacht. Andererseits nehmen die drei hervorragend besetzten Kinder (Tobias Schenke, Pablo Ben Jakov und Jasmin Schwiers) mit ihren pubertären Sorgen (die erste Rasur, wie küßt man richtig?) einen breiten Raum ein.

    Für Martina Gedeck, die überzeugend Barbara zwischen souveräner Geschäftsfrau, verhuschter Mutter und unsicherer Frau spielt, ist "Alles Bob" ein "Film für die ganze Familie": "Die Kinder sind ja dominant im Film, genauso wie alle anderen Figuren, auch die Eltern. Ich kann mir gut vorstellen, daß Kinder und Erwachsene ihren Spaß daran haben", sagt die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin. Besonders bei den Slapstick-Szenen hatte sie zunächst Bedenken: "Z.B. als der Haschkuchen gebacken wird, habe ich gedacht, das kann man auch ganz schlecht machen. Wenn man es auf das Skelett, das pure Drehbuch reduziert, dann klingt es nicht so witzig. Aber so, wie der Film jetzt ist, ist die Szene ein Highlight. Die Slapstik-Komödie, der Comic, das Popmärchen werden voll und ganz bedient."

    Von der Zusammenarbeit mit ihrem Partner Gregor Törzs ("Buddies - Leben auf der Überholspur", "Gierig"), der nie eine Schauspielausbildung absolviert hat, sondern durch die "MTV- Heiß und Fettig"-Kampagne entdeckt wurde, ist sie begeistert. "Das war sehr schön, weil Gregor sehr frei im Spiel und sehr lebendig ist. Das ist ein Geschenk."

    Sabine Weiß, dpa

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