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  • Kritik: Beste Freundinnen in den Verstrickungen der Pubertät:

    Hamburg (dpa) - Wie groß sind alle Gefühle in der Pubertät, wie schwer alle Entscheidungen, wie wichtig ist die beste Freundin - und die Strategiegespräche unter Mädchen finden stets auf dem Klo statt. In ihrem Film "All over me" schleichen sich die Schwestern Alex und Sylvia Sichel hautnah an ihre Protagonistinnen heran. Mit bewußt "echten", fast amateurhaften Bildern zeigen sie, wie nah sich beste Freundinnen sein und wie leicht sie sich dennoch entfremden können.

    "Wir wollten, daß der Zuschauer sowas wie die Fliege an der Wand ist", erklärt die Drehbuchautorin Sylvia Sichel. "So als wäre er zufällig im Leben anderer Leute vorbeigekommen und hätte eine Woche lang zugeguckt, was denen passiert."

    Erzählt wird die Geschichte einer Mädchenfreundschaft, die in die Brüche geht. Die etwas pummelige, stets in Schlabberlook gekleidete 15jährige Claude (Alison Folland) und die blonde, schlanke Ellen (Tara Subkoff) sind beste Freundinnen. Doch dann verliebt sich Ellen in Mark (Cole Hauser). Erstmals können die Freundinnen etwas nicht teilen, denn Claude ist in Ellen verliebt und kann deren heterosexuelle Schwärmerei nicht ertragen.

    "Es ist ein echter Schauspielerfilm geworden", sagt die Regisseurin Alex Sichel. "Wir dachten zuerst darüber nach, keine Profis zu nehmen, und haben halb New York gecastet. Es stellte sich aber heraus, daß der Stoff für Laien viel zu emotional ist." Ellen kommt in der schlechten Gesellschaft ihres groben und primitiven Freundes zusehends herunter, kokst, trinkt und wird launisch. Claude versucht weiter, ihr zur Seite zu stehen. Beide Darstellerinnen liefern dabei gute schauspielerische Leistungen ab.

    "Irgendwann habe ist festgestellt, daß ich meine frühere beste Freundin auf eine Art - ja, geliebt habe", schildert Alex Sichel den Hintergrund des Film. Ellen und Claude stehen an der Schnittstelle zwischen Kindheit und Frausein und vor der Entscheidung, wie sie leben wollen. "In dem Alter kriegen wir von den Frauenzeitschriften erklärt, wie wir uns anziehen sollen, um hübsch und attraktiv zu sein - dabei geht es vielen Mädchen gerade darum, sich nicht anzupassen", meint Alex Sichel. "Wir wollten die üblichen perfekten Film-Teenager nicht, dafür wollten wir Echtheit."

    Von Fatina Keilani, dpa

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