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  • Kritik: Beschwingtes Katz- und Mausspiel

    Nach dem eher düsteren "Minority Report" folgt nun Steven Spielbergs zweites Großprojekt innerhalb kürzester Zeit - ebenfalls mit Stars besetzt, aber um vieles leichter zu verdauen.

    In "Catch Me If You Can" gibt Leonardo DiCaprio den charmanten, jugendlichen Betrüger, der von einem humorlosen wie ehrgeizigen FBI-Agenten in Gestalt von Tom Hanks verfolgt wird. Die trendige 60er-Jahre-Ausstattung und ein Drehbuch, dessen wahre Geschichte das Leben schrieb, verhelfen dem komödiantischen Drama zu einem Rundum-Kinogenuss.

    Der Dröge jagt den Cleveren

    Frank W. Abagnale (Leonardo DiCaprio) legt eine eigentümlich Art an den Tag, die Scheidung seiner Eltern zu verarbeiten: Er reißt von Zuhause aus und verdient kurzerhand mit perfekt organisierten Hochstapeleien seinen Lebensunterhalt. Und das in ganz großem Stil: Seine gefälschten Schecks bringen Frank Millionen ein, darüber hinaus jettet er als Pilot einer bekannten Airline um die Welt, gibt sich wahlweise als Arzt, Anwalt oder Lehrer aus.

    Frank hat zwar keinen High-School-Abschluss, reichert sein Strafregister aber von Jahr zu Jahr mit immer brillanteren Täuschungen an - und das alles noch vor seinem 21. Geburtstag. Mit seiner Jugend und seiner Genialität beeindruckt er sogar den Mann, der ihn so hartnäckig verfolgt wie sonst niemand: FBI-Agent Carl Hanratty (Tom Hanks), Bürokrat durch und durch, dröge und langweilig und besessen davon, Frank hinter Schloss und Riegel zu bringen.

    Wunderbar vergnügliches Kinokunststück

    Was für Carl zur nervtötenden Lebensaufgabe wird, entpuppt sich als Hochgenuss für das anspruchsvolle Unterhaltungspublikum. Immer die wahre Geschichte des Frank W. Abagnale im Hinterkopf, dabei verwöhnt von so erstklassigen Nebendarstellern wie Christopher Walken als Franks Vater und Jennifer Garner ("Alias") als laszive Prostituierte Cheryl Ann, rauscht "Catch Me If You Can" in geradezu atemberaubenden Tempo daher. Dazu die Musik von Erfolgs-Komponist John Williams ("Star Wars", "Harry Potter"), die diesmal herrlich jazzed und swingt.

    Einen Golden Globe gab es für Leonardo DiCaprio als bester Darsteller zwar nicht. Doch auch ohne Auszeichnung ist Spielberg und seinen Darstellern hier ein wunderbar vergnügliches Kinokunststück gelungen.

    Alexandra Pilz, ddp

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