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  • Kritik: BehindertenComedy über die Paralympics

    Im Umgang mit Behinderten verfolgen die Farelly-Brüder seit «Verrückt nach Mary» eine Mission. Hinter den ausgesuchten Geschmacklosigkeiten ihrer Komödien erkannte man eines Tages die Lobbyisten für Menschen, die mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen leben.

    Der Name Farelly steht auch über dem Paralympic-Lustspiel «Dabei sein ist alles». Peter und Bobby haben es produziert, aber nicht geschrieben und inszeniert.

    Unter der Regie von Barry W. Blaustein («Der verrückte Professor») schummelt sich «Jackass» Johnny Knoxville in das Trainingscamp der geistig behinderten Olympioniken. Der doppelte Etikettenschwindel löst sich in einer harmlosen Komödie auf. Zu harmlos für einen Film, der mit dem Namen Farelly wirbt. Dafür aber bemüht, den geistig Behinderten eine Bühne zu geben. Dass Jeffey Dohmer (Knoxville) keiner von ihnen ist, haben die Sportler schnell durchschaut. Sein wirklicher Name ist Steve, er ist auch nicht besonders helle, aber eben nicht «special».

    Weil er eine gigantische Rechnung zu bezahlen hat, drängt ihn sein zwielichtiger Onkel, das Preisgeld bei der Behinderten-Olympiade abzusahnen. Seine Mitstreiter sind solidarisch genug, den Schwindel nicht auffliegen zu lassen und schleifen ihn sogar durch ein Extra-Training.

    Knoxville tritt mit tölpelhaftem Charme als Wiedergänger des frühen Jim Carrey auf. Was eine durchaus vorhersehbare Romanze mit der Betreuerin Lynn (Katherine Heigl) zur Folge hat. Das ewige Kindergärtnerinnen-Strahlen dieser sympathischen Blondine wirkt allerdings so entmündigend, wie diese Komödie gerade nicht sein will.

    Behinderten-Comedy mag als emanzipatorisch gelten, vor allem, wenn man ein paar unliebenswürdige Gesellen darunter mischt. Doch auch diese Kanten schleifen sich schließlich am Teamgeist ab wie alles Absurde und Provokative. Was bleibt, ist eine schrecklich nette Integrations-Komödie, die weder schwarz noch bissig ist und auf der Farelly-Skala keineswegs olympiareif.

    Ricarda Schrader, dpa

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