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  • Kritik: Beeindruckende Doku: Henker brechen ihr Schweigen

    Leben. nicht zu trennen von ihren Aufträgen

    Sie haben Urteile vollstreckt und getötet. Die meisten taten es ohne Angst um ihr eigenes Leben. Jeder auf seine Weise, meist im Morgengrauen, nie im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

    Viele haben jahrelang kaum mit anderen Menschen darüber gesprochen. Doch gegenüber den Dokumentarfilmern Jens Becker und Gunnar Dedio brachen sie ihr Schweigen. Sechs Jahre haben beide recherchiert, für ihren Film gedreht und auch Archivmaterial genutzt.

    Der Franzose Fernand Meysonnier bediente in Algier und Tunis die Guillotine, zur DDR-Zeit erschoss Hermann Lorenz in der Justizvollzugsanstalt Leipzig Menschen wegen Mord oder Spionage, Reuf Ibrisagic gehörte in Sarajevo zu einem Erschießungskommando, der Ungar György Pradlik beteiligte sich an Hinrichtungen mit dem Strang, ebenso der Amerikaner Joseph Malta, der Henker der Hauptkriegsverbrecher von Nürnberg. Paul Sakowski wurde im Konzentrationslager zum Töten gezwungen und auch der rumänische Offizier Ionel Boeru handelte auf Befehl, als er Nicolae Ceausescu, seinen einstigen obersten Dienstherrn erschoss. Sie sprechen über ihr Leben, das nicht zu trennen ist von ihrem Auftrag als Henker.

    Eine Gemeinschaftsproduktion der LOOKS Medienproduktionen mit ORB sowie BR und SFB. Weitere Informationen unter www.orb.de und www.henker.tv. Das Buch zum Film heißt "Die letzten Henker" und stammt ebenfalls von Jens Becker und Gunnar Dedio (Verlag Das Neue Berlin).

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