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    Kritik: "Batman Robin": Muskelmann Schwarzenegger als Schurke "Mr. Freeze"

    Graz (dpa) - Der muskelbepackte Prachtkörper ist vor Kälte metallisch-blau angelaufen, die Augen funkeln eisig, der ganze Kerl ist bis ins Herz hinein ein wahrhaft cooler Typ: Arnold Schwarzenegger gibt in der vierten und neuesten Folge des Batman- Serie "Batman Robin" einen tiefgekühlten Schurken mit dem programmatischen Namen "Mr. Freeze" und sorgt mit unterkühltem Humor dafür, daß sich das aufwendige, umgerechnet rund 214 Millionen Mark teure, Action-Spektakel nicht allzu ernst nimmt.

    Eine ungewöhnliche Rolle für die "steirische Eiche" Schwarzenegger, und ungewöhnlich auch das Vorhaben von "Mr. Freeze" - er will die fiktive Megastadt Gotham City in eine Eiswüste verwandeln. Batman George Clooney, der unter anderem mit der Arzt- Serie "Emergency Room" und der romantischen Komödie "Tage wie dieser" bekannt wurde, unterbindet diesen schurkischen Plan natürlich, Batboy "Robin" alias Jungstar Chris O'Donnell, und "Batgirl" Alicia Silverstone ("Clueless") helfen ihm dabei.

    Regisseur Joel Schumacher, der schon für Batman Nummer drei "Batman forever" verantwortlich zeichnete, hat die neuen Abenteuer des spitzohrigen Helden, die an diesem Donnerstag in Deutschland anlaufen, sehr rasant, sehr bunt und sehr actionreich in Szene gesetzt. Dem Negativhelden Schwarzenegger, dem zu Ehren die Europapremiere in seiner Heimatstadt Graz stattfand, hat er die verführerische, männermordende "Poison Ivy" in der formvollendeten Gestalt von Uma Thurman zur Seite gestellt, die schon mit einem Kuß töten kann.

    Im Mittelpunkt aber steht die imponierende Gestalt des ewig jungen österreichischen Superstars Schwarzenegger, der demnächst immerhin schon 50 Jahre alt wird. Der Action-Held, der in der Vergangenheit meist auf der Seite des Guten zu stehen pflegte, sieht seine Rolle als Bösewicht natürlich etwas diffenrenzierter: "Wäre Mr. Freeze ein eindimensionaler Schurke, hätte mich dieser Film sicher gelangweilt. Aber er ist ein Verzweifelter, der aus Liebe zu seiner Frau zum Monster wird."

    Freeze, ein ehemals erfolgreicher Molekularbiologe, ist bei der Suche nach einem Heilmittel für seine todkranke Frau verunglückt, und kann seither nur mehr in einem Spezialanzug und unter eisigen Temperaturen leben. Mit einer riesigen Eiskanone will der kaltblütige Wissenschafter von Gotham Citys Stadtvätern Geld erpressen, um seine Experimente fortzusetzen und seine tiefgefrorene Frau zu retten. Schwarzenegger befand zufrieden: "Diese Rolle ist Lichtjahre entfernt von dem absolut Bösen, das ich im ersten 'Terminator'-Film verkörpert habe."

    von Barbara Zwiefelhofer, dpa

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