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  • Kritik: : "Außer Kontrolle"

    Frankfurt/M (AP) Andrew Davis ist in Chicago geboren und trotz aller Hollywood-Erfolge seiner Heimatstadt verbunden geblieben. Der 50jährige Erfolgsregisseur von actiongeladenen Filmhits wie "Alarmstufe: Rot" und "Auf der Flucht" hat auch bei seinem neuen Streifen "Außer Kontrolle" die faszinierende Stadt am Michigan-See zum Schauplatz gewählt. Daß Davis dabei einen ganzen Bezirk in Schutt und Asche legen läßt (natürlich nur auf der Leinwand) werden ihm seine Mitbürger verzeihen, den eher schwachen Film weniger.

    "Außer Kontrolle" erzählt die reichlich spekulative Geschichte von der Entdeckung eines technischen Verfahrens, aus Wasser eine unerschöpfliche Energiequelle zu machen. Doch für die daran beteiligten Wissenschaftler wird der Menschheitstraum zum Alptraum: Mächtige Kräfte haben sich verschworen, diese wissenschaftliche Sensation ungeschehen zu machen. Dabei scheuen sie vor Terror und Mord nicht zurück. Ein vom Mädchenschwarm Keeanu Reeves gespielter Maschinenbau-Student namens Eddie und die hübsche Physikerin Lily (Rachel Weisz) werden unversehens zu Verfolgten, die um ihr Leben gegen die Mächte des Bösen kämpfen müssen.

    Das alles ist actionreich inszeniert, es wird gekämpft, intrigiert und auch gestorben. Dazu gibt es jede Menge mehr oder weniger spannende Verfolgungsjagden, wobei sich insbesondere der schöne Keeanu Reeves ordentlich verausgaben muß. Aber der ist seit seinem Welterfolg als Busfahrer wider Willen in Jan de Bonts "Speed" ja Aufregungen gewöhnt und besteht sie mit fliegender Haarpracht zur Freude insbesondere der weiblichen Zuschauer. Damit ist aber auch eine entscheidende Schwachstelle des Films benannt: Sein Verlauf ist eigentlich in jeder Phase leicht voraussagbar. Sowohl die Figur des Eddie wie auch der Lily sind flach gezeichnet, ein wirkliches Interesse für diese Charaktere will nicht aufkommen.

    Immerhin prägt der wieder einmal souverän spielende Morgan Freeman die Rolle eines undurchsichtigen Projektleiters mit seiner Persönlichkeit und gibt dem Film damit eine gewisse darstellerische Qualität. Was von "Außer Kontrolle" indessen noch mehr als Handlung oder Schauspieler in Erinnerung bleiben dürfte, sind die Bilder von Chicago im Winter.

    Regisseur Davis hat sich ganz bewußt für diese Kulisse entschieden: "Die Leute erzählten mir, daß niemand so verrückt wäre, mitten im Winter einen Film in Chicago zu drehen. Aber 'Außer Kontrolle' ist ein Survival-Movie, eine anstrengende, gefährliche und verstörende Reise. Die Dreharbeiten im tiefsten Winter brachten noch mehr Kraft und Schärfe in den Film." Das amerikanische Publikum hatte wenig Lust auf diese "anstrengende Reise" und bescherte dem aufwendigen Film nur geringe Kasseneinnahmen. Ob sich das deutsche Publikum geneigter zeigt, wird sich ab dem 21. November beweisen, dem Anlauftermin von "Außer Kontrolle".

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

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