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  • Kritik: "Aus dem Dschungel in den Dschungel":

    Köln (dpa) - Ein New Yorker Börsenmakler (Tim Allen) reist in den südamerikanischen Regenwald, um seine Ehefrau Patricia (Jobeth Williams) zur Scheidung zu überreden. Bei seiner Ankunft im idyllischen Dorf Lipo-Lipo muß er überrascht feststellen, daß er Vater eines 13jährigen Sohnes ist, der sich eine Vogelspinne als Haustier hält und für sein Leben gern Eidechseninnereien futtert. Seine Gattin Patricia offenbart ihm, daß sie, als sie ihn vor Jahren verließ, um nach Venezuela zu gehen, schwanger war.

    Natürlich kommt es in Lipo-Lipo sofort zu einem heftigen Aufeinanderprallen der Kulturen, als Broker Michael Cromwell im hektischen Stil des New Yorkers sein Laptop auspackt und per Satellitentelefon Warentermingeschäfte macht. Der ideale Stoff für einen Familienfilm aus dem Hause Disney. "Aus dem Dschungel in den Dschungel" (Originaltitel: Jungle 2 Jungle) ist ein Feuerwerk komischer Verwicklungen und herrlicher Mißverständnisse.

    Dabei darf auch die für Walt Disney Pictures so typische heile Welt natürlich nicht fehlen. Und die ist in einem kleinen Dorf am Amazonas allemal leichter zu kreieren, als in den USA der späten 90er Jahre. Die Eingeborenen entsprechen dem Bild des freundlichen Wilden, und die schlimmste Entdeckung die der New Yorker Broker bei einem schweißtreibenden Aufenthalt machen muß, ist die Tatsache, daß der Name seines neuentdeckten Filius Mimi-Siku (Sam Huntington) in der Stammessprache "Katzenpisse" bedeutet. In einem schwachen Moment läßt er sich von Mimi-Siku sogar das Versprechen abnehmen, ihn mit nach New York zu nehmen.

    Kaum sind Vater und Sohn in der US-Metropole gelandet, sorgt der Junge im Lendenschurz auch schon für großes Aufsehen. Seine riesige Vogelspinne erschreckt die Geliebte des Vaters - Lolita Davidovich in der Rolle der exaltierten Modeschöpferin Charlotte - fast zu Tode, und schlägt einen finsteren Boss der Russenmafia in die Flucht, der seinem Vater auf den Fersen ist. Damit es doch noch zum Happy End kommen kann, besinnt sich der egoistische Workaholic Michael zu guter Letzt doch noch auf seine Vaterpflichten und folgt seinem Sohn in den Regenwald.

    Mit Regisseur John Pasquin und Hauptdarsteller Tim Allen hat Disney für "Aus dem Dschungel in den Dschungel" auf ein bewährtes Team gesetzt. Denn bei "Santa Clause - Eine schöne Bescherung" (1994) hatten die beiden schon einmal erfolgreich zusammengearbeitet.

    Von Anne-Beatrice Clasmann, dpa

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