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  • Kritik: Auftrag erfüllt:

    Hamburg (dpa) - Das Rezept verspricht ein gelungenes Gericht: Man nehme einen brillanten Regisseur, einen erfolgreichen Schauspieler, ein großes Budget, eine Rekordzahl an Kopien und schließlich eine beliebte alte Fernsehserie - fertig ist der Blockbuster für die Kinos dieser Welt.

    "Mission: Impossible" heißt der Film, den Brian de Palma in Zusammenarbeit mit Hollywood-Star Tom Cruise kreierte und der in den vergangenen Monaten in den USA schon etliche Rekorde der Filmbranche gebrochen hat.

    Tatsächlich standen Cruise für seine gelungene erste Mission als Koproduzent nur die besten Talente des Filmmarkts zur Seite. De Palma beweist in dem High-Tech-Agenten-Spektakel, daß er es nach wie vor versteht, mit der Großaufnahme einer Schweißperle ein Höchstmaß an Spannung zu erzeugen. Cruise läßt gewohnt erfolgreich Muskeln und Lächeln spielen. Und die Nebenrollen sind ausnahmslos mit hochkarätigen Schauspielern wie Vanessa Redgrave, Jon Voight, Jean Reno und Emmanuelle Beart besetzt.

    Einzig die Story hinterläßt trotz der guten Zutaten einen leicht faden Nachgeschmack. Der Kalte Krieg ist vorbei, der Feind sitzt nun in den eigenen Reihen der "Impossible Mission Force", die sich weltweit mit scheinbar unlösbaren Spezialaufträgen herumschlägt. Als bei einer mißlungenen Aktion fast das gesamte Team ausgelöscht wird, gerät der junge Ethan Hunt (Cruise) als offensichtlich einziger Überlebender in den Verdacht, der "Maulwurf" der Organisation gewesen zu sein. Um den wahren Verräter zu entlarven, sammelt Hunt neue Spezialisten um sich.

    Bis zum nervenaufreibenden Showdown auf den Dach des Hochgeschwindigkeitszuges TGV bietet "Mission: Impossible" einen vielschichtigen, wenngleich teilweise verwirrenden Plot. Fulminant sind die Aktionszenen, glänzend die Kameraarbeit. Emmanuelle Beart hingegen tritt meist nur als dezente Dekorationsbeigabe in Erscheinung, und der Gebrauch von Spezialwaffen wie explosivem Kaugummi und täuschenden Gummimasken wird ein wenig überdehnt. In den USA spielte der Streifen innerhalb von nur einer Woche rund 75 Millionen Dollar ein. Auch in Deutschland könnte der Film zum Sommerhit avancieren.

    Von Martin Oversohl, dpa

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