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  • Kritik: Auf "Arnie" ist Verlass

    Hamburg. Zwölf Jahre nach dem letzten "Terminator"-Film wollen die Fans nur eins wissen: Ist "Terminator 3: Rebellion der Maschinen" auch so ein Action-Hit? Eine riesige Explosion am Anfang des Streifens liefert die beste Antwort darauf und bereits nach wenigen Minuten ist er wieder da - Arnold Schwarzenegger im knackigen Adamskostüm taucht mitten in der Wüste Nordamerikas auf.

    Lederjacke und schwarze Sonnenbrille sind schnell gefunden und fortan hat die Mann-Maschine "Arnie" nur eine Mission - den zukünftigen Retter der Zivilisation John Connor (ein lebendiger Nick Stahl aus "In the Bedroom") von einem weiblichen Terminator namens T- X (Kristanna Loken) zu retten. Sie soll das vollenden, was die Kampfmaschinen der ersten beiden Filme, T-800 und T-1000, nicht geschafft haben. Denn in der Zukunft wird Connor den Widerstand gegen die Maschinenherrschaft führen. Sollte er sterben, bedeutet das für die Welt das Jüngste Gericht.

    T-X ist ein tödliches "Supergirl", das wunderschön aussieht und sich buchstäblich Waffen aus dem Ärmel schütteln kann. Die knallharte Cyborg-Frau, auch "Terminatrix" genannt, hat es wirklich in sich. Sie spricht höchstens drei Zeilen im ganzen Film, blickt dafür stets tödlich und mit aufgeblähten Nasenlöchern in die Kamera.

    Wahnwitzige Spezialeffekte und irre Verfolgungsjagden

    Wie Schwarzenegger, Connor und eine nette Tierärztin (eine etwas farblose Claire Danes aus "The Hours") mit diesem unzerstörbaren Tötungsautomaten fertig werden, bildet der Stoff des 100-minütigen Films. Grund genug für eine grandiose Materialschlacht, die zwar technisch wenig Neues bietet, aber die Grundlage der Terminator-Filme bildet: Wahnwitzige Spezialeffekte, irre Verfolgungsjagden und jede Menge sinnlose, wenn auch genüssliche Zerstörung.

    In einer der rasantesten Szenen reißt ein 100-Tonnen-Spezialkran ganze Häuserblocks mit sich. Schwarzenegger, der am 30. Juli seinen 56. Geburtstag feiert, soll sogar viel Geld aus eigener Tasche bezahlt haben, um diese Sequenz noch verrückter zu machen. Überhaupt sieht man, wohin die stolzen 175 Millionen US-Dollar (157 Millionen Euro) Produktionskosten geflossen sind. Regie führt Jonathan Mostow, der bereits das U-Boot-Abenteur "U-571" packend in Szene setzte.

    Und was macht Schwarzenegger danach?

    2003 ist das Jahr der Fortsetzungen. Ob "Matrix" oder "3 Engel für Charlie". Alle wollen eine Geschichte weiterdrehen und es dafür kräftig an der Kinokasse klingeln lassen. Selten waren die Erwartungen so hoch geschraubt wie bei "Terminator 3", und umso erfreulicher ist das Ergebnis für Freunde des Genres. "Arnie" setzt sich durch und rettet noch einmal unseren Planeten vor dem Untergang. Dabei bleiben genug Fragen offen für eine mögliche Fortsetzung, vorausgesetzt, Schwarzeneggers politische Ambitionen in Kalifornien lassen ihm dafür genug Zeit.

    Manchmal scheint sogar Selbstironie durch

    Zum Glück nimmt sich der Film nicht zu ernst und ist um Längen besser als sein trübsal-blasender Konkurrent "Hulk". T-3 bedient sich reichlich aus dem Fundus des Vorgängers T-2 von 1991, ohne diesen Action-Meilenstein überrunden zu wollen. Schwarzenegger spielt wieder die Vernichtungsmaschine mit menschlichem Antlitz und es gibt trockene Sprüche so wie damals, nur etwas selbstironischer: Bonmots wie "Angst ist nützlicher als Verzweiflung" klingen philosophisch, reichen aber an das berühmte "Hasta La Vista, Baby" nicht heran..

    Martin Bensley, dpa

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