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  • Kritik: Auch die Neuauflage "Freeze" kann faszinieren

    Eine Prostituierte wird bestialisch ermordet - so fängt es an. Der Jurastudent Martin tritt seinen Job als Nachtwächter in dem düsteren Krankenhaus an, das zum Ort unheimlicher Geschehnisse wird - so geht es weiter. Nacht für Nacht muß Martin nun auch durch den Raum mit den aufgebahrten Toten seinen Kontrollgang machen. Das ist für den schreckhaften jungen Mann die unangenehmste Aufgabe seines neuen Gelderwerbs. Sie wird zum lebensgefährlichen Horror, als Martin nicht nur einer ekelhaften Leichenschändung, sondern auch einem wahnwitzigen Triebtäter auf die Spur kommt.

    Es gibt eine ganze Menge Zuschauer in Deutschland, die schon wissen, wie der neue amerikanische Film "Freeze - Alptraum Nachtwache", ab 13. August in den Kinos, enden wird. Denn es handelt sich bei diesem Streifen um die Neuauflage eines vor Jahren auch hierzulande gezeigten dänischen Kinohits, der unter dem Titel "Nightwatch - Nachtwache" nicht nur im nördlichen Nachbarland für Gruseleffekte sorgte. Regisseur und Drehbuchautor Ole Bornedal war mit seinem überraschenden und hochgelobten Leinwanddebüt ein origineller Thriller gelungen, der bewies, daß faszinierende Ideen große Etats durchaus ersetzen können.

    Für den gelernten Fernsehmann Bornedal brachte es den Ruf nach Hollywood, wo er inzwischen den Thriller "Mimic" produziert hat. Noch wichtiger aber war es für den Dänen, daß er seine "Nachtwache" mit den viel größeren Möglichkeiten der kalifonischen Traumfabrik noch einmal in Szene setzen durfte und dabei international bekannte Schauspieler wie Nick Nolte als undurchsichtigen Polizeiinspektor Bells, Ewan McGregor als Martin und Patricia Arquette als dessen Freundin Katherine präsentieren konnte. Gut war die Entscheidung, den dänischen Kameramann Dan Lausten, der schon für die Originalfassung beklemmende Bilder eingefangen hatte, abermals einzusetzen.

    Denn Bornedal und Lausten ist es erneut gelungen, den Zuschauern des Films 105 Minuten Horror vor dem mörderischen Leichenschänder und Bangen um den naiven Helden zu bescheren. Natürlich fehlt der Zweitfassung die sympathische, etwas amateurhaftere dänische Szenerie. Auch Thriller haben nämlich einen ganz spezifischen kulturellen Hintergrund, der ihnen Flair und Reiz verleiht. Ausgeglichen wird dieser unbestreitbare Verlust durch eine höhere technische und darstellerische Qualität, die Hollywood nun einmal garantiert. Sie macht aus einer tollen Geschichte wiederum einen sehenswerten Film, den die am besten genießen können, die einst die dänische "Nachtwache" nicht sehen konnten oder wollten.

    Wolfgang Hübner, AP

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