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  • Kritik: Asterix und Obelix kämpfen gegen die Wikinger

    Asterix-Fans können sich freuen: Vom 11. Mai an sind der kleine Gallier und sein wohlbeleibter Freund Obelix nach fünf Jahren Pause wieder im Kino zu bewundern. In «Asterix und die Wikinger» vollbringen die Comic-Helden ihre Taten im hohen Norden. Die Wikinger haben den Hasenfuß Grautvornix entführt, um von ihm das Fürchten zu lernen. «Angst verleiht Flügel», glauben sie, und so soll ihnen der verzärtelte Stadtjunge das Fliegen beibringen.

    Die dänischen Regisseure Stefan Fjeldmark und Jesper Møller haben knapp 80 Minuten nette Familienunterhaltung geschaffen, die zwar nicht an die Originalität der Comics heranreicht, dafür aber mit liebevoll handgezeichneten Bildern ganz im Stile ihres Schöpfers Albert Uderzo entschädigt.

    «Wir wollten keinen zuckersüßen Disney-Film, wir wollten mehr Ironie und Humor», sagt Regisseur Fjeldmark, der Asterix immer schon geliebt hat. «Als Kind träumte ich davon, Comiczeichner zu werden, und malte immer die Bilder aus Asterix-Heften nach.» Angesichts dieser großen Vorbilder hatte er denn auch zunächst großen Respekt, als er den Auftrag bekam. Vier Jahre dauerte die Arbeit an dem Projekt, das mit einem Budget von rund 22 Millionen Euro der bisher teuerste Animationsfilm ist, der in Europa finanziert wurde.

    Die Geschichte plätschert vor sich hin, ohne große Überraschungen und Höhepunkte. Auch wird nicht ganz klar, warum die Wikinger überhaupt das Fliegen lernen wollen. Trotzdem sind die Charaktere liebenswert, und der Asterix-typische Wortwitz und die Ironie reizen immer wieder zum Lachen. Die von Zeichner Uderzo und Autor René Goscinny geschaffene Vorlage «Asterix und die Normannen» wurde für die heutige Zeit aufgepeppt: Statt Rock'n' Roll steht Grautvornix auf Hip Hop, immer begleitet von seiner Brieftaube SMS, die mit ihrem Schnabel in Windeseile Nachrichten in Holz hacken kann. Und der Wikingeranführer Maulaf muss sich im Film mit seiner dekorationswütigen Frau Vikea und seiner aufsässigen Tochter Abba herumschlagen, die sich auch noch in Grautvornix verliebt.

    «Ich bin Asterix-Fan, weil seine Hefte mir über die Schulzeit hinweggeholfen haben, die nicht so erfolgreich war», bekennt Christian Tramitz («(T)Raumschiff Surprise»), der Asterix seine Stimme geliehen hat. Während Tramitz als Synchronsprecher etwa von Matt Dillon schon seit mehr als 15 Jahren Erfahrung hat, ist es für Smudo von den Fantastischen Vier nach «Madagascar» sein zweiter Einsatz in diesem Metier. Für die Rolle des Grautvornix mit seiner übertriebenen Sprache habe er erst seine Hemmungen verlieren müssen, sagt er. «Ich habe mich arg geniert, das zu sprechen.» Prominent besetzt sind auch Abba mit der Schauspielerin Nora Tschirner («FC Venus») und der Bösewicht Kryptograph mit dem Komiker Dieter Hallervorden.

    Sieben Asterix-Zeichentrickfilme und zwei Realverfilmungen entstanden seit 1967. Im Juni starten die Dreharbeiten für «Asterix bei den Olympischen Spielen» mit Stars wie Gerard Depardieu und Alain Delon. Für Uderzo gehört die Wikingergeschichte jedenfalls zu seinen Lieblingsstreifen. «Bei den früheren Filmen hatte ich öfter das Gefühl, dass den Charakteren nicht Genüge getan wurde: Es gab zwar viel Action und großen Tumult, aber wenig echte Figurentiefe», bemängelt er. «Dieses Mal hat man es geschafft, dass die Charaktere wie echte Menschen agieren.»

    Cordula Dieckmann, dpa

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