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  • Kritik: Arbeitsloser kämpft um Leben und Unschuld

    Mit zweijähriger Verzögerung kommt der unspektakuläre, einfühlsame französische Film "Fred" nun am 5. November in die deutschen Kinos. Die mit geringem Budget realisierte Geschichte des Regisseurs Pierre Jolivet schildert den verzweifelten Kampf eines jungen Arbeitslosen, der ohne großes Verschulden auf die schiefe Bahn gerät.

    Nun muß er die Polizei von seiner Unschuld überzeugen. Der in Frankreich längst zum Filmstar aufgestiegene, vielseitige Schauspieler Vincent Lindon spielt den sympathischen, arbeitslosen Kranführer Fred.

    Seine jüngere Freundin Lisa (Clotilde Courau), die einen kleinen Sohn hat, verdient für alle das Geld zum täglichen Überleben und ist Freds einziger Halt. Er holt Lisas Kind von der Schule ab und bemüht sich redlich, aber erfolglos um Arbeit. Deshalb nimmt er sofort das Angebot seines Nachbarn Michel an, dessen Lkw gegen Entgelt zu einer bestimmten Lagerhalle zu fahren.

    Kaum nach Hause zurückgekehrt, häufen sich merkwürdige Vorfälle. Als bei einem Ausflug zu seiner früheren Fabrik sein ehemaliger Kollege Yvan von zwei dubiosen Männern getötet wird, wird Fred schlagartig klar, daß er kämpfen muß, um nicht seine Familie und sein Leben zu verlieren.

    In seinem neuesten Film "L'ecole de la chair", der bei den Filmfestspielen in Cannes große Beachtung fand, ist der verwandlungsfähige Lindon neben Isabelle Huppert demnächst als Transvestit zu bewundern. Nachdem er bisher Studenten, Juristen und Verleger gespielt hat, ist er diesmal in die Rolle des Fred geschlüpft. Dafür hatte er zehn Kilo zugenommen und sich ein etwas ungewohnt gammeliges, doch liebenswertes Äußeres zugelegt. Lindon überzeugt hierbei als Antiheld, der zwar ein großer Hitzkopf ist, aber in der größten Not seine Würde bewahrt. Und so entscheidet er sich für den schwierigen, aber ehrlichen Weg.

    Ohne aufwendige Actionszenen und mit geringem Aufwand ist "Fred" eine eindringliche Milieustudie mit sympathischen Darstellern und tröstlichem Ausgang.

    Caroline Nees, AP

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