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  • Kritik: "Apollo 13"

    Manchmal habe ihnen "der Mageninhalt bis zu den Zähnen gestanden, dann aber war es wieder ein unbeschreiblich schönes Gefühl, das ich mir seitdem oft zurückwünsche". Bill Paxton schwärmt von seinen Abenteuern als Astronaut, vom Leben in der Schwerelosigkeit und auch von der Kameradschaft in der Raumkapsel. Erlebt hat der Schauspieler all dies bestenfalls im Simulator der NASA, manchmal auch bloß in seiner Phantasie.

    Zusammen mit den Kollegen Tom Hanks und Kevin Bacon spielt Paxton einen jener Raumfahrer, deren geplante Mission zum Mond 1970, nach einer Explosion in den Sauerstofftanks, fast zur Katastrophe geworden wäre. Der Film "Apollo 13" von Regisseur Ron Howard ("In einem fernen Land") zeichnet die dramatische Rettungsaktion des Trios akribisch nach und wurde in den USA zum Kassenschlager.

    Und das, so zumindest glaubt Paxton, "nicht etwa, weil Amerika in seiner schwierigen Lage, nach Anschlägen wie dem von Oklahoma, sich nach Helden sehnt". Vielmehr drehe sich der Film in erster Linie um das Schicksal dreier Menschen in blanker Not, da sei für Patriotismus wenig Platz gewesen.

    Auch das Treffen mit den zwei noch lebenden Teilnehmern der Odyssee, Jim Lovell und Fred Haise (der dritte Mann Jack Swigert starb einige Jahre nach dem Flug an Krebs), hätte ihn in dieser Annahme bestätigt: "Das waren Realisten, sie wußten um die Gefahren und wollen keine Ehrenabzeichen auf der Brust tragen, weil sie gute Arbeit geleistet haben". Er selbst habe nach der Zusammenkunft "eine schwere Verantwortung diesen Männern gegenüber gespürt, für mich war es immerhin das erste Mal, daß ich eine reale Person zu verkörpern hatte." Und sogar Tom Hanks sei regelrecht gerührt gewesen.

    Auf ihm lastet eine weitere Bürde: wenngleich ihm die Kollegen mehr als nur das Wasser reichen können, ist der zweifache "Oscar"-Preisträger natürlich das Zugpferd im Reigen der Stars, zu denen noch Gary Sinise, Ed Harris und Kathleen Quinlan kommen. Nicht eben ein Glück für den Film, denn allzu oft stört Hanks' bekannt unschuldiger Blick den Spannungsbogen, der solche Hilfsmittel nicht nötig hat. Noch heute läßt das sechstägige Drama, mit technischer Genauigkeit in Szene gesetzt, den Atem stocken - genau wie vor 25 Jahren den Fernsehzuschauern in aller Welt.

    An raffinierter Technik hat Ron Howard es zu keiner Sekunde mangeln lassen. "Und ein besonderer Dank gebührt der NASA, die uns nach Kräften unterstützt hat. Natürlich hatte sie ein reges Interesse an einem guten Ergebnis, denn das Apollo-Programm ist bis heute ihr ambitioniertestes geblieben", betont Bill Paxton. Für alle Beteiligten jedenfalls sei "eine Rolle in diesem Film wirklich eine Ehre gewesen". Wenngleich er froh sei, den Raumanzug nur im Studio getragen zu haben, "zum Astronauten tauge ich nicht, ich bleibe lieber mit beiden Beinen auf dem Boden".

    Nur die Schwerelosigkeit sei für ihn fast zur Droge geworden, "wäre doch schön, hier einfach so durchs Zimmer schweben zu können - solange die Rückkehr gesichert ist"!

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