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  • Kritik: AnimationsGrenzgang

    Auf den Zeichentischen und in den Computern der Firma MotionWorks in Halle/Saale entstanden schon Kinoerfolge wie «Lauras Stern» und «Der kleine Eisbär». Nun hat sich Regisseur Robi Engler an einen Film gewagt, der es in seiner Mischung aus japanischem Animé-Stil und europäischer Zeichentrick-Tradition, mit fetzigem Rock und schrägen Elektrosounds zu vielen Zielgruppen Recht machen will. «Globi und der Schattenräuber» wirkt nicht wie aus einem Guss, ist aber als Grenzgänger dennoch sehenswert.

    Deutschland ist als Produktionsstandort dabei. Geld gab es auch aus der Schweiz - also entstammt der Held Globi dem Figurenreich der Eidgenossen: Seit 1932 erlebt der anlässlich des Jubiläums der Globus-Kaufhauskette erfundene blaue Papagei in Büchern, im TV oder als Computerspiel seine Abenteuer. Weil auch Fördermittel des EU- Programms Eurimages flossen und japanische Animationskünstler dabei waren, gilt «Globi» als «erster europäischer Animé-Film».

    Über die Geschichte darf man gar nicht länger nachdenken: Der findige Globi (gesprochen von Herbert Feuerstein) und sein Hightech-Freund Squidney kommen einem bösartigen Musiker namens Maestro auf die Spur. Der saugt seinen begabteren Kollegen die Schatten ab und klaut ihnen damit irgendwie auch die musische Begabung. Der junge Gitarrist Benji zählt auch zu Maestros Opfern - ohne seine Musik droht Benji zu sterben. Mit Mut und «virtuellen Realtitätstricks» überwältigt Globi den größenwahnsinnigen Maestro und Benji kann weiter rocken.

    Benji, seine Freundin und Maestro treten im coolen, groß-äugigen Look der Manga-Comics aus Japan auf. Globi und die anderen Figuren wirken eher etwas betulich traditionell, was die Zielgruppe der etwas älteren Kinder irritieren dürfte. Die liebenswerte Machart, ein paar schöne Witze und nette technische Spielereien helfen durch die 75 Minuten. Doch mit der kreativen Pracht und Eleganz der tollen japanischen Animationswerke der letzten Jahre kann sich diese Produktion nicht messen.

    dpa

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