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  • Kritik: Amüsante Liebeskomödie

    Das Geheimnis um die Liebe auf den ersten Blick hat schon so manchen Künstler, Filmemacher und Autor beschäftigt. Die aktuelle Version dazu, «Eine Hochzeit zu dritt», klingt zunächst wie aus einer Daily Soap: Rachel (Piper Perabo) ist gerade auf dem Weg zum Traualtar, um ihren Jugendfreund Heck (Matthew Goode) zu heiraten, als sie eine schöne Unbekannte (Lena Headey) erblickt.

    Die beiden Frauen werden von Amors Pfeil getroffen. Zum Glück ist als Film etwas mehr herausgekommen als eine Seifenoper. «Eine Hochzeit zu dritt» von Ol Parker ist eine amüsante Liebeskomödie mit erfrischenden Darstellern. Figurenkonstellation und Plot hätten allerdings mit etwas weniger Stereotypen und mehr Überraschungen aufwarten können.

    «Die Liebe auf den ersten Blick ist ein Paradox: Der Unterschied zu einfacher Lust oder auch banaler Gefühlsverwirrung besteht darin, dass die Liebe ihre Existenz beweist, indem sie andauert», sagte Parker in einem Interview. Er selbst habe sie bei der Begegnung mit seiner eigenen Frau erfahren und nun das Bedürfnis gehabt, dieses Erlebnis filmisch umzusetzen. «Eine Hochzeit zu dritt» ist die erste Regiearbeit des Drehbuchautors.

    Rachel gibt Heck zwar das Jawort, durch das Treffen mit der Floristin Luce aber gerät Rachels Gefühlsleben mehr und mehr außer Kontrolle. Sie hat sich ernsthaft in Luce verliebt, die sich als Lesbe outet. Plötzlich eröffnen sich Rachel neue Möglichkeiten. «Es ist ja so, dass Märchen immer gut ausgehen», sagt Rachel noch auf der Hochzeit. Nur dass diesmal nicht Prinz und Prinzessin, sondern zwei Prinzessinnen ihr Glück finden.

    Anzurechnen ist die Idee, eine gleichgeschlechtliche Liebe zum Angelpunkt der Geschichte zu machen. Filmgeschichtlich betrachtet erwartete man ja nach dem Kassenschlager «Brokeback Mountain» über die Liebe zwischen zwei Cowboys auch eine Liebesgeschichte zwischen Frauen. «Eine Hochzeit zu dritt» ist allerdings filmästhetisch und dramaturgisch nicht mit dem Film von Ang Lee zu vergleichen. Parkers Komödie ist eine leichte Liebeskomödie im Stile von «Notting Hill», nicht besonders tiefgründig, aber unterhaltsam.

    Die Dialoge sind zwar hin und wieder romantisch und witzig, hätten aber innovativer gestaltet werden können. Die Schauspieler jedoch sind allesamt sympathisch. Vor allem die britische Schauspielerin Lena Headey («Was vom Tage übrig blieb», «Brothers Grimm») hat eine starke Ausstrahlung. Matthew Goode («Match Point») und Piper Perabo («Coyote Ugly») geben ein hübsches Filmpaar ab.

    Susanne Schmetkamp, dpa

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