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  • Kritik: "Amelie"-Heldin Audrey Tautou irritiert

    Eigentlich kennt man solche Geschichten bis zum Überdruss: Die junge hübsche Angelique liebt einen verheirateten Mann. Der, ein begehrter Herzchirurg, wird gerade Vater. Trotzdem will das Mädchen nicht loslassen und über dem Mann das Unglück in verschiedenster Weise herein. Erst verliert er Kind und Frau und dann wird auch noch eine liebestolle Patientin ermordet aufgefunden. Der Arzt gerät unter Verdacht und wird verhaftet.

    Angelique wird also ihr Glück nicht finden - oder doch? Nach ungefähr einer Stunde nämlich beginnt die ganze Geschichte noch einmal von vorn, und nun wird dem irritierten Zuschauer nach und nach klar, auf der Leinwand kein Melodram, sondern einen Liebesthriller mit verblüffendem Ende zu erleben.

    Die zweite Geschichte erzählt diesmal nicht aus der Sicht Angeliques, sondern aus der offensichtlich ganz anderen des Arztes Loic. Nichts ist mehr so, wie es im ersten Teil des französischen Films "Wahnsinnig verliebt" schien, der vom 29. August an in die Kinos kommt.

    Bezaubernde Tautou als Figur mit Abgründen

    Die Darstellerin von Angelique wird auch vielen deutschen Besuchern bekannt sein. Ist es doch jene Audrey Tautou, die als Titeldarstellerin in dem Welterfolg "Die fabelhafte Welt der Amelie" bezauberte. In dem Debütfilm der erst 26-jährigen Laetitia Colombani zeigt die noch zwei Jahre jüngere Französin eine ganz andere Figur, deren Abgründigkeit den Film zu einem spannenden und verblüffenden Erlebnis macht.

    Auf den Spuren von Hitchcock und Polanski

    Eigentlich darf von der Handlung nicht mehr verraten werden als oben bereits geschehen. Denn Colombani, die auch das Drehbuch geschrieben hat, wandelt auf den Spuren von Alfred Hitchcock und Roman Polanski - und das mit erstaunlichem Talent.

    Strikt gegen "Amelie"-Image angespielt

    Wie Colombani nämlich im zweiten Teil des Films aus der offenbar doch so niedlichen Angelique eine raffiniert vorgehende Psychopathin macht und jeder Schlüsselszene der ersten Stunde einen ganz neuen Sinn gibt, ist aller Ehren wert. Es muss Audrey Tautou einen diebischen Spaß gemacht haben, gegen ihr "Amelie"-Image anzuspielen.

    Regisseurin Colombiani- noch für etliche angenehme Überraschungen gut

    In Frankreich war "Wahnsinnig verliebt" zwar ein Achtungserfolg, aber nicht entfernt so erfolgreich wie "Die fabelhafte Welt der Amelie". Gleichwohl könnte das Kinodebüt der jungen Regisseurin Laetitia Colombani aus Bordeaux der Beginn einer Karriere sein, die noch für etliche angenehme Überraschungen gut ist.

    Wolfgang Hübner, AP

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