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  • Kritik: "Alles kein Problem" von Didier Bourdon und Bernard Campan

    Hamburg (dpa) - "Les Inconnus - Die Unbekannten" machen ihrem Namen in Frankreich alles andere als Ehre. Hinter dem durchaus provokant gemeinten Namen verbergen sich Didier Bourdon, Bernard Campan und Pascal Legitimus, die in Frankreich als Komödianten und Schauspieler seit Jahren eine Institution sind.

    Nun haben die drei ihr Erfolgsrezept auf die Leinwand gebracht und wurden für ihre Alltags-Groteske "Alles kein Problem" prompt als bester Erstlingsfilm mit dem "Cesar" ausgezeichnet. Am 26. September startet der Streifen in den deutschen Kinos.

    Wie auf der Bühne und in ihrer erfolgreichen TV-Show setzt das Trio auch vor der Filmkamera eine bewährte Mischung um: viel Situationskomik, eine angemessene Portion Gesellschaftskritik und - wohl unvermeidlich - eine Liebesgeschichte. Rein zufällig erfahren der Wochenmarkthändler Bertrand, der coole Werber Pascal und der Kaufhausdetektiv Didier, daß sie Halbbrüder sind.

    Ihre Mutter ist just in Texas verstorben und hat die stattliche Summe von drei Millionen Francs hinterlassen, allerdings besagt eine Klausel im Testament, daß die drei ungleichen Geschwister sich spätestens zwei Jahre nach Mutters Tod zur Übergabe einzufinden haben. Tja, und der Termin ist leider verstrichen. Aber gottlob gibt es ja Quizshows im Fernsehen bei denen man eine Menge Geld gewinnen kann ... .

    Souverän handhaben die Regisseure Tempo, Witz und milde Katastrophen ihrer Geschichten vor und hinter der Kamera, geben der Resignation keine Chance und erzählen mit offensichtlichem Vergnügen an der eigenen Kunst, wie das Schicksal die drei verrückten Verwandten durch Höhen und Tiefen des Lebens führt, selbstverständlich in letzter Konsequenz nicht zum Nachteil des einzelnen.

    "Alles kein Problem" - der deutsche Filmtitel ist Programm und so ist man vor keiner noch so überraschenden Wendung der Geschichte sicher. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, daß französische Filmerfolge in Deutschland meist vergeblich auf ein großes Publikum hoffen. Gerade französische Komödien hatten es bislang schwer an der Kinokasse - schließlich haben nicht nur deutsche Lacherfolge wie "Der bewegte Mann" darunter zu leiden, daß sie außerhalb ihres Entstehungslandes offenbar niemand besonders lustig findet.

    Von Katharina Reismann, dpa

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