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  • Kritik: "Alien - Die Wiedergeburt":

    Hamburg (dpa) - Jahrelang hatten Filmfans sich und den Rest des Universums in Sicherheit gewähnt. Doch jetzt schlägt "Alien", das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, in einer vierten Folge der Story wieder heimtückisch und erbarmungslos zu. Am Donnerstag (27.11.) kommt "Alien - Die Wiedergeburt" in die Kinos.

    An Bord eines Raumschiffs haben ehrgeizige Wissenschaftler aus den Resten von "Alien 3" und seiner toten Gegnerin Ellen Ripley (Sigourney Weaver) einen Gen-Cocktail gemixt und die beiden Kontrahenten zu einem neuen Kampf auferstehen lassen. Dabei ist Ripley - äußerlich unverändert - zu einem Zwitterwesen aus Mensch und Monster mutiert. Auf einem OP-Tisch der Zukunft wird sie von einem "Alien" entbunden. Zwei Seelen schlummern in ihrer Brust: Die der zärtlichen Mutter und die der unerbittlichen Jägerin aller "Aliens".

    "Sie erneut so zu zeigen, wie ich sie schon kenne, hat mich nicht interessiert", sagt Weaver über ihre Rolle als wiedergeborene Ripley. Die von ihr erstmals 1979 gespielte furchtlose und zielstrebige Heldin, die sie auch in den Fortsetzungen 1986 und 1992 verkörperte, sei nun eine ganz andere Persönlichkeit. In ihrem zweiten Leben ist Ripley, die sich selbst als Monster sieht, härter als früher und zynisch. Dennoch ergreifen mächtige warme Gefühle Besitz von ihr, wenn sie die Verbindung zu ihrem Nachwuchs spürt.

    Die Geschichte nach bekanntem Muster spielt in vertrauter Kulisse: In den düsteren unübersichtlichen Gängen und Gewölben eines Raumschiffs versuchen Menschen, den unbesiegbar erscheinenden Außerirdischen zu entkommen. Diesmal sind es Schmuggler, die den Wissenschaftlern Menschen für die Monster-Fütterung geliefert haben. Zu ihnen gehört die von Winona Ryder gespielte junge Annalee Call. Sie ist von dieser Welt und doch nicht Mensch.

    Trotz gewohnter Elemente fehlt es dem Film nicht an Reiz und Nervenkitzel. Im Labor der Schöpfer entdecken die Verfolgten die Ergebnisse mißlungener Kreuzungsversuche der Gen-Forscher. Die Szene läßt den Betrachter schaudern, denn bei aller Häßlichkeit erscheint sie erschreckend realistisch. Die "Aliens" - in der ersten Folge selten im Bild und vor allem in der Phantasie der Zuschauer präsent - zeigen sich dank neuer Trick-Techniken in dieser Folge von allen Seiten, sogar in Unterwasserszenen. Erstmals sind neben Puppen verschiedener Größen und Darstellern in "Alien"-Anzügen vollständig per Computer generierte Wesen zu sehen.

    Für Regisseur Jean-Pierre Jeunet, der sich mit "Delicatessen" und "Die Stadt der verlorenen Kinder" einen Namen gemacht hat, war die neue "Alien"- Folge sein erstes Projekt in Hollywood. Seidem glaubt er selbst an Außerirdische: "Ich habe einige 'E.T.s' in Los Angeles getroffen. Jeder in Los Angeles ist ein 'E.T.'", sagt Jeunet über Hollywood. Dabei sind die Frauen, die am Strand ihre Körper präsentieren, für ihn noch schrecklicher als "Alien". Aber das würde Jeunet nicht von einem neuen Hollywood-Projekt abhalten. Eine weitere "Alien"-Folge will er allerdings nicht übernehmen: "Ich glaube, das Leben ist zu kurz um zweimal das Gleiche zu machen."

    Von Stephanie Steffen, dpa

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