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  • Kritik: Alexandra Maria Lara sucht Nervenkitzel

    Cowgirl

    Zu lange hat Paula in ihrem verschlafenen Provinznest die brave Ehefrau gespielt. Als sie unverhofft ihrer unerfüllten Jugendliebe Max begegnet, will sie endlich ihr Glück finden und landet dabei mitten zwischen gefährlichen Gangstern und korrupten Polizisten in der Hamburger Unterwelt, die dem Liebespaar nach dem Leben trachten.

    Eine Mischung aus Krimi und Komödie im Stile von François Truffauts Film «Schießen Sie auf den Pianisten» sollte das neue Werk von Regisseur Mark Schlichter eigentlich sein. Doch anders als bei seinem Vorbild schwankt «Cowgirl» häufig unentschlossen zwischen den Genres hin und her, ohne dabei wirklich lustig oder spannend zu sein. Auch die Figuren haben zu wenig Raum, sich zu entfalten und wirken daher oft unscharf.

    Gut spielen jedoch die Schauspieler, die schon bei früheren Filmen gemeinsam vor der Kamera standen. Alexandra Maria Lara mimt in ihrer ersten Kino-Hauptrolle überzeugend die Provinz-Ehefrau auf der Suche nach dem Glück, die dann völlig unerwartet vor nichts zurückschreckt. Zum bekannten Star wurde die 26-Jährige mit ihrer Rolle als Hitlers Sekretärin Traudl Jung in dem Film «Der Untergang».

    Peter Lohmeyer («Das Wunder von Bern») spielt ihren spießigen Ehemann Edgar, den sie für ihre große Liebe Max (Wotan Wilke Möhring - «Anatomie 2») verlässt und mit dem sie mitten in ein Spiel um Leben und Tod gerät.

    Doch alle Gefahr hindert die beiden gegensätzlichen Liebenden nicht, auf ihrer Flucht vor ihren Verfolgern auch romantische Momente zu erleben. «Glück ist, wenn einem nichts fehlt und man vielleicht auch gar nichts hat, aber wenn einem das nichts ausmacht», stellt Paula fest, als sie mit Max in einem schäbigen Hotelzimmer über ihre Träume sinniert.

    Auch für Lara persönlich waren die Dreharbeiten ein wahrer Nervenkitzel. Sogar eine echte Stunt-Szene durfte sie drehen: Als Paula von einem Hochhaus stürzt. Mit einem Karabinerhaken befestigt schwebte sie 90 Meter hoch über dem Erdboden. Sie sei sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, sagt die 26-Jährige. Doch wiederholen möchte sie dieses Erlebnis nicht. «Ich bin nicht gefallen, aber ich hing da und ich kann nur sagen: das mache ich nie nie wieder.»

    dpa

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