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  • Kritik: Adam Sandler im US-Kinohit:

    Sonny Koufax wird von einem Tag auf den anderen Vater. Nur kommt er zu dem Nachwuchs wie die Jungfrau zum Kinde: Eines Tages steht der kleine Julian vor der Tür des Müßiggängers mit einem Zettel von seiner Mutter. Sie ist schwer krank und will den Fünfjährigen in die Hände seines Vaters geben - Sonnys Mitbewohner, der von seiner Vaterschaft nichts ahnt und gerade auf dem Weg nach China ist.

    Guter Rat ist teuer in solch einer verzwickten Situation, die dem sonst so coolen Lebenskünstler einiges abverlangt. Er muss - zumindest für einige Zeit - die Vaterrolle übernehmen.

    So lernt Julian an der Seite seines "Big Daddy", wie man im Stehen pinkelt und mit einem Stock Inline-Skater zu Fall bringt. Die beiden ernähren sich von Fast-Food und haben zusammen jede Menge Spaß. Julian schafft es schon nach wenigen Tagen, das Herz des faulen Einzelgängers zu erobern. Sonny bringt es nicht fertig, den aufgeweckten Jungen in ein Heim zu geben. Beim Sozialamt gibt sich der 32-Jährige als sein Freund und leiblicher Vater aus. Er will sich selbst beweisen, dass er ein besserer Daddy sein kann, als es sein Vater je für ihn gewesen ist.

    Jetzt darf Julian tun, worauf er Lust hat: Er gibt sich den neuen Namen Frankenstein, darf anziehen und essen, worauf er Lust hat. Dem Jungen ist es auch zu verdanken, dass Sonny im Central Park mit der hübschen Layla ins Gespräch kommt. Ganz aus dem Häuschen ist der Ersatz-Daddy, als Julian erklärt, er wolle in die Schule gehen. Sonny sieht darin einen Beweis, dass seine antiautoritäre Erziehung Früchte trägt.

    Jeden Tag wächst Sonny etwas mehr in seine neue Rolle hinein. Er lernt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Auch die Beziehung zu Layla entwickelt sich. Doch die Idylle wird eines Tages jäh gestört, als das Sozialamt herausfindet, dass Sonny gar nicht Julians leiblicher Vater ist und den Jungen abholen lässt. Für die beiden bricht eine Welt zusammen. Letzte Hoffnung ist für Sonny eine Gerichtsverhandlung. Damit will er aller Welt beweisen, dass er der beste Daddy ist, den man sich vorstellen kann.

    Vom 4. November an erfreut Regisseur Dennis Dugan die deutschen Kinobesucher mit "Big Daddy" - einer rundum gelungenen, in den USA überaus erfolgreichen Komödie für die ganze Familie. Die Geschichte vom Vater wider Willen ist zwar nicht neu, aber unterhaltsam inszeniert. Hauptdarsteller Adam Sandler serviert Lacher am laufenden Band. Die Zwillinge Cole und Dylan Sprouse gaben mit der Rolle des Julian ihr gelungenes Leinwanddebüt. Viele kleine Gags am Rande und witzige Dialoge sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Und eine Portion Kitsch ist auch dabei. Werdende Väter allerdings sollten "Big Daddy" und seine unkonventionellen Erziehungsmethoden mit gewisser Skepsis betrachten.

    Susann Huster, AP

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