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  • Kritik: Actionreißer "Con Air" - Hochkarätige Besetzung garantiert Spektakel mit Niveau

    Frankfurt/M (AP) Das Flugzeug, das sich da eines schönen Tages in die Luft hebt, soll die gefährlichsten Schwerverbrecher der Vereinigten Staaten an einen sicheren Ort transportieren: Serienkiller, Vergewaltiger, Drogenboß und Kinderschänder. Es ist der Abschaum der Nation, der in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt werden soll. Keiner dieser menschlichen Bestien an Bord des vermeintlich perfekt organisierten Flugs hat noch etwas zu verlieren, aber jeder die Freiheit zu gewinnen - und dafür ist natürlich jedes Mittel recht.

    Das ist die Ausgangsposition des neuen Hollywood-Actionreißers "Con Air", der am 12. Juni, nur wenige Tage nach dem Amerika-Start, in die deutschen Kinos kommt. Die 109 Minuten von "Con Air" sind bis zum Bersten geladen mit Spannung, Explosionen, Gewalt und Trickeffekten der Extraklasse. Aber es werden auch schauspielerische Kabinettstückchen und Momente der Sentimentalität und des Durchatmens in einer insgesamt mitreißenden Inszenierung geboten. Kurzum: "Con Air" ist ein absolutes Spitzenprodukt der Filmindustrie, solche Streifen können nur in Hollywood hergestellt werden, um die Säle auf der ganzen Welt zu füllen.

    Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer, der unter vielen Kinohits auch den letztjährigen Kassenschlager "The Rock" vorweisen kann, hat mit der spektakulären Story und der nicht weniger spektakulären Besetzung wieder einmal ein sicheres Gespür für den breiten Publikumsgeschmack bewiesen. Denn "Con Air" wird für die Bewacher der Schwerverbrecher und den von Oscar-Preisträger Nicolas Cage gespielten Helden Cameron Foe ebenso zum Alptraumflug wie für den Zuschauer im Parkett. Was allein in diesem Film in die Luft geht, dürfte reichen, um halb Texas dem Erdboden gleichzumachen. Die Zahl der Filmtoten wird wohl selbst der britische Regisseur Simon West, der ein beeindruckenden Einstand gibt, am Ende nicht mehr überschaut haben.

    Denn natürlich gelingt es den Häftlingen in der Luft, die Kontrolle über das Flugzeug zu erlangen. Schon dabei fließt reichlich Blut, aber das ist erst der Beginn einer Zerstörungsorgie, die am Ende auch noch das amerikanische Spielerparadies Las Vegas teilweise zum Wiederaufbaugebiet macht. Allein dem geläuterten Totschläger Cameron Foe ist es schließlich zu verdanken, daß der von Dauer-Bösewicht John Malkovich gewohnt brillant gemimte Anführer Cyrus "The Virus" Grissom mit seiner Mördertruppe nicht weiterhin Furcht und Schrecken unter gesetzestreuen US-Bürgern anrichten darf.

    Zarteren Gemütern sei der Besuch dieses kaum noch zu übertreffenden Actionfilms gleichwohl abgeraten: Denn "Con Air" ist bei allen Qualitäten eine verbale wie visuelle Orgie der Gewalt. Die Dialoge sind bestimmt von Flüchen, Drohungen und Obszönitäten, allerdings sind auch einige Perlen dabei: So zum Beispiel die beängstigende Szene, wenn der selbst von den anderen Verbrechern gefürchtete Serienkiller Garland Greene nach der Flucht mit aufgestauter Mordlust vor einem kleinen Mädchen sitzt, das mit ihm schließlich ein Lied singt.

    Steve Buscemi spielt diese freundliche Bestie mit grauenerregender Souveränität, das schwarze Kraftpaket Ving Rhames ist die gnadenlose rechte Hand Grissoms, der pockennarbige Danny Trejo versetzt als chronischer Vergewaltiger nicht nur die mitreisende Aufseherin in Angst und Schrecken. Und der nette John Cusack spielt mit Anstand den jungen US-Marshal Vince Larkin, der den Transport beaufsichtigen sollte und nach dem Desaster zu retten sucht, was kaum noch zu retten ist. Für die Besucher von "Con Air" gilt es von der ersten bis zur letzten Minute: Anschnallen, Staunen, Zittern - Hollywood-Airlines lassen keine Turbulenzen aus!

    Von AP-Korrespondent Wolfgang Hübner

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