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  • Kritik: Action-Abenteuer:

    Die wilde Verfolgungsjagd führt direkt durch die Münchner Innenstadt: Ein junger Mann heftet sich mit einem Go-Cart an die Fersen eines Motorradfahrers. Er schlängelt sich durch den Gegenverkehr, verursacht eine Massenkarambolage in einem Tunnel und wird von einem Hubschrauber aus beschossen, der schließlich in der Luft explodiert. Mit dem deutschen Thriller "Cascadeur - Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer" ist dem ehemaligen Stuntman Hardy Martins ein aufwendiges Abenteuer gelungen, das nach dem Vorbild der "Indiana Jones"-Trilogie auf eine Mischung aus Spannung, Humor und perfekt inszenierter Action setzt.

    Die Altertumsforscherin Christin (Regula Grauwiller) ist von der Idee besessen, das sagenumwobene Bernsteinzimmer aufzuspüren. Bei ihren Recherchen in Venezuela kommt sie diesem Geheimnis tatsächlich ein erhebliches Stück näher. Doch kurz darauf wird die Forscherin gekidnappt und in ein Flugzeug verfrachtet. Mit einem waghalsigen Sprung stürzt sie sich in die Tiefe und landet mitten in den Armen des Tannenzapfen-Pflückers Vincent (Hardy Martins), dessen beschauliches Leben von nun an völlig aus den Fugen gerät. Denn der gefährliche "Oberst" (Heiner Lauterbach) hat es jetzt auch auf ihn abgesehen.

    "Mein Traum war, einen großen Action-Thriller im Cinemascope- Format in Deutschland zu realisieren", sagt Regisseur und Hauptdarsteller Hardy Martins, der als langjähriger Stuntkoordinator internationale Erfahrungen in Frankreich und den USA gesammelt hat. Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes avancierte "Cascadeur", gemessen an den Auslandsverkäufen, zum erfolgreichsten deutschen Film. Die Liste der Vertragsabschlüsse reicht von Hongkong und China über Polen, Italien bis nach Mexiko und Kolumbien.

    Um der Finanzierung seiner Filmidee einen Schub zu geben und zu beweisen, daß er selbst auch die Regie in die Hand nehmen kann, investierte Hardy Martins seine Ersparnisse in einen fünfminütigen Trailer, in dem er sich an einen Helikopter anseilt. "Als ich diesen Ausschnitt mit wirklich unglaublichen Stunts sah", berichtet der Münchner Jungproduzent Jimmy C. Gerum, "reizte es mich, diesen Actionfilm zu initiieren." Bei den Filmförderungen, Verleihern und Fernsehsendern biß das Team mit seiner Vision zunächst auf Granit.

    Im Freundeskreis Martins entstand dann die rettende Idee, "Cascadeur" über einen eigenen Filmfonds zu finanzieren. Das Anfangskapital bestand nur aus Kontakten und hoher Überzeugungskraft. Neben einer möglicherweise zu erwartenden Rendite boten sie den Investoren an, die Dreharbeiten hautnah mitzuerleben.

    Also Kino live - mit verwegenen Verfolgungsjagden, Hubschrauber-Manövern und Stunts. Dazu gab es eine Einladung zur Premiere im Münchner Olympiastadion. Das Konzept ging auf. Rund 130 private Kleinanleger investierten in "Cascadeur". Über eine Million Mark kamen erst einmal zusammen.

    Realisiert wurde der schließlich 6,5 Millionen Mark teure Actionfilm schließlich mit weiterer Beteiligung des Fernsehsenders Pro 7 sowie verschiedener Sponsoren und Förderungen. Bei den aufwendigen Filmaufnahmen, die über 100 Drehtage verschlangen, waren manchmal bis zu zehn Kameras im Einsatz. "Für zwei Filmsekunden einer komplizierten Actionszene brauchten wir mitunter sechs Wochen Vorbereitungszeit", erklärt Gerum. "Hardy hat von früh bis spät in der Werkstatt gearbeitet und Motorräder zusammengeschweißt. Normalerweise kann sich nur James Bond solche aufwendigen Stunts leisten."

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