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  • Kritik: Abel Ferraras Meisterwerk "The Funeral" startet im Kino:

    Hamburg (dpa) - Leben und Tod treffen in diesem Haushalt der amerikanischen Mittelklasse kraß aufeinander. An der Wand hängt ein Hochzeitsbild, auf der Komode steht eine Marienstatue, und mitten im Raum liegt ein Leichnam im Sarg.

    Johnny, der jüngste der drei Tempio-Brüder, ist erschossen worden. Verwandte und Freunde statten ihm einen letzten Besuch ab, wie es der Tradition italienischer Einwandererfamilien in New York entspricht.

    Unterdessen fleht eine Etage darüber Jean ihren Mann Ray (Christopher Walken) an, auf Rache zu verzichten: "Bitte, laßt uns ihn einfach begraben." Doch "The Funeral" (Das Begräbnis) wäre kein Film von Abel Ferrara, wenn das Drama nicht unweigerlich seinen Lauf nähme.

    "Jean, gespielt von Annabella Sciorra, hat in meinen Streifen viel Charakter. Im Schneideraum wollten alle anderen die Frauenszenen rausnehmen und mehr Action zeigen. Aber ich finde es wichtig, starke Frauenstimmen in Mafiafilmen zu haben", sagte der "Bad Boy" der US-Regieszene Ferrara (45) kürzlich beim Filmfestival in Venedig.

    Auf dem Lido wurde sein düsteres Meisterwerk, das den anerzogenen Zwang zur Blutrache in einer kleinen Gangsterfamilie schildert, lange als Anwärter für den Goldenen Löwen gehandelt. Beobachter verglichen den Film mit Werken des ebenfalls italo-amerikanischen Regiegiganten Martin Scorsese.

    Am Ende der Biennale jedoch konnte sich nur der massige Chris Penn über den Preis als bester Nebendarsteller freuen. Er mimt an der Seite seiner von Leid gezeichneten Ehefrau Clara, mit Bravour interpretiert von der schönen Isabella Rossellini, den dritten Bruder Chez.

    Während Ray als Hardliner der Familie (Christopher Walken: "Ich würde so gerne mal den Guten spielen mit Kind und Hund") noch in der Nacht der Aufbahrung den Mörder zur Strecke bringt, gerät Chez außer Kontrolle. Zuerst scharrt er das Opfer seines Bruders ein. Dann fährt er ins Haus der Familie, um selbst ein Blutbad anzurichten.

    Von Petra Kaminsky, dpa / dpa-Foto: Ferreira (rechts) neben Christopher Walken in Venedig

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