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  • Kritik: Übersinnliches "Versteckspiel":

    Hamburg (dpa) - Als Hatch Harrison nach einem Autounfall ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist er bereits über zwei Stunden klinisch tot. Doch den Ärzten gelingt es, den Patienten aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Nicht ganz ohne mysteriöse Folgen, wie sich wenig später zeigen soll. Brett Leonards neuer Thriller wandelt, wie schon sein "Der Rasenmäher-Mann" (1992) aufgepeppt mit hochkarätigen Computeranimationen, in rasantem Tempo auf dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod. "Versteckspiel" kommt am 6. Juni in die deutschen Kinos.

    Nach der Wiederbelebung ist Unfallopfer Hatch ("Die Fliege" Jeff Goldblum) rein körperlich zwar genesen, wird aber von Visionen gequält, in denen er und ein mysteriöser anderer Mann grausame Morde an jungen Frauen begehen. Auf anscheinend unerklärliche Weise sind die beiden Männer miteinander verbunden, jeder von ihnen vermag durch die Augen des anderen zu sehen.

    Mediziner und sogar seine eigene Frau versuchen Harrisons Visionen als Produkte der traumatisierten Seele zu erklären. Hatch muß jedoch bald erkennen, daß sein prophetisches Phänomen ebenso real ist wie die Angst um seine Tochter Regina (MTV-Video-Star Alicia Silverstone). Das Mädchen steht als nächstes Opfer auf der Liste des Killers. Das diabolische "Versteckspiel" eskaliert in einem blutigen Kampf des Guten gegen das personifizierte Böse.

    Bis zum Showdown auf dem Gelände eines stillgelegten Vergnügungsparks wird die fesselnde Suche nach dem brutalen Psychopathen von zahlreichen Morden und schrillen Schreien begleitet. Abseits der teils spannungsgeladenen, teils allerdings auch übermäßig gewaltvollen Geschichte inszeniert Leonard seine Computer-Vision vom Tod als ein düsteres Niemandsland zwischen Diesseits und Jenseits, voller Teufelsfratzen und gequälter Körper.

    Für die Reise in die andere Welt greift er eindrucksvoll auf eine Mischung aus computererzeugten visuellen Effekten und real gefilmten Bildern zurück. Die wenigen Augenblicke zwischen Leben und Tod werden so zu einer geräuschvollen, farbenprächtigen und irrealen Achterbahnfahrt. Nach rund zweistündigem, teils rasantem Hin und Her verblüfft dann das fast schon plumpe Ende des "Versteckspiels": Beim finalen Kampf des Guten mit dem Bösen verlieren sich die zuvor so intelligent gesponnenen Handlungsfäden in einem computerisierten Farbknäuel.

    Von Martin Oversohl, dpa

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