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  • Kritik: Übersinnlicher Thriller mit Julianne Moore

    Erinnerungen sind trügerisch, doch das Gedächtnis einer Mutter lässt sich nicht manipulieren. In Joseph Rubens' übersinnlichem Thriller «Die Vergessenen» kämpft Julianne Moore gegen eine Verschwörung von Kinderräubern der besonderen Art.

    14 Monate, nachdem ihr achtjähriger Sohn Sam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist, erleidet Telly Paretta (Moore) einen weiteren Schock. Ihr Psychiater (Gary Sinise) behauptet, sie habe nie ein Kind gehabt. Beweise für die Existenz des Jungen verschwinden aus der Wohnung, und auch Ehemann Jim (Anthony Edwards) spricht von Wahnvorstellungen. Julianne Moore als verzweifelte Mutter, hochsensibel und entschlossen in ihrer Mission, gibt diesem ansonsten wenig überzeugenden Mystery-Film Stärke und Rückgrat. Allerdings dienen Trauer und Verzweiflung über den Verlust eines Kindes hier eher als Handlungsvorwand für einen sprunghaften Thriller im «Akte-X»-Format. Der Mutterinstinkt erweist sich als stärker als die mysteriöse Verschwörung, deren Ziel es ist, Kinder aus dem Gedächtnis ihrer Eltern zu eliminieren. Bei dem ehemaligen Hockeyprofi Ash Corell (Dominic West) hat das funktioniert. Da seine Tochter die Spielkameradin ihres Sohnes war, reißt Telly buchstäblich seine Wohnung ein, um ihn als potenziellen Zeugen mit Beweisen zu konfrontieren. Bevor ihn die Erinnerung überfällt, ruft Ash die Polizei. Stattdessen rücken jedoch Sicherheitsbeamte des FBI an. Mit der Flucht vor der Staatsgewalt, die mit nicht näher definierten Mächten im Bunde ist, beginnt der belanglose Teil. Nach dem atmosphärisch geglückten Auftakt zerfällt Rubens' Mysterienspiel leider in Genre-Fragmente, die kein Gleichgewicht zwischen Action und Emotionen finden. Dagegen kann schließlich auch eine erstklassige Julianne Moore nicht mehr anspielen.

    dpa

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