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  • Kritik: "101 Dalmatiner" - Disneys Trickfilm-Klassiker kommt wieder ins Kino:

    München (AP) Auch Hunde sind nur Menschen. Das wissen wir nicht erst seit "Lassie". 36 Jahre nach dem Zeichentrick-Klassiker Walt Disneys kommen "101 Dalmatiner" wieder ins Kino. Aber, so der Untertitel: "Diesmal sind die Hunde echt." Der Film startet in den deutschen Kinos am 6. März.

    Die Story ist dieselbe wie im Trickfilm: Beim Gassi-Gehen in einem Londoner Park verliebt sich der Dalmatiner-Rüde Pongo in die Hundedame Perdy. Und wie das Leben (oder besser: das Drehbuch) so spielt, funkt es auch bei Herrchen Roger (Jeff Daniels) und Frauchen Anita (Joely Richardson). Schnitt - die nächste Szene spielt vor dem Traualtar. Und kurz darauf kriegen die Hunde Nachwuchs: 15 kleine Dalmatiner-Babys purzeln durchs Haus.

    Das sind die "Guten" im Film, in dem nicht nur das Fell der Tiere schwarz-weiß ist. Die "Bösen", das sind die Hundefänger Jasper (Hugh Laurie) und Horace (Mark Williams), der fürchterliche Kürschner Skinner (John Shrapnel) und allen voran die tyrannische Mode-Zarin und Pelznärrin Cruella DeVil (Glenn Close). Ihr teuflischer Name ist Programm. Sie will die kleinen Hundebabys fangen und zu einem Pelzmantel verarbeiten. Eine wahnwitzige Verfolgungsjagd beginnt.

    Der Film wirkt halbwegs realistisch. So können die Tiere im Gegensatz zum Zeichentrick-Original zum Beispiel nicht sprechen. Ihre Gefühle drücken sie durch Gesten, Knurren oder Bellen aus. Jeff Daniels tölpelt mit dem Charme eines Al Bundy durch den Film. Und Joely Richardson ist wie die nette Nachbarin von nebenan. Die bösen Gestalten jedoch wirken wie fleischgewordene Trickfilm-Karikaturen. Glenn Close verkörpert das personifizierte Grauen, emporgestiegen aus dem Höllenschlund. Wenn sie lacht, blitzt und donnert es vom Himmel.

    Wie es sich für eine ordentliche Disney-Produktion gehört: Das Gute siegt, das Böse endet im Jauche-Schlamm. Aber der Film ist ein kurzweiliges Vergnügen. Und die Tierszenen lassen schnell die Frage aufkommen: Können Hunde Drehbücher lesen?

    Meist ganz ohne aufwendige Computertricks a la "Jurassic Park" gelingt den Trainern das Kunststück, daß die Hunde Duschvorhänge aufziehen, das langweilige TV-Programm umschalten und sich im richtigen Moment Küßchen geben. Schließlich spielen nicht eine "Lassie" oder ein "Flipper" die Hauptrolle. Bis zu 200 Tiere stehen gleichzeitig vor der Kamera und machen "Sitz". "Noch nie hat jemand mit einem solchen Heer von Hundebabys gearbeitet", sagt Cheftrainer Gary Gero.

    Produzent John Hughes ("Kevin allein zu Haus") gelingt auf überzeugende Weise der Balanceakt, die magische Zauberwelt des Trickfilms in einem Realfilm zu bewahren und dennoch eine gewisse Glaubwürdigkeit nicht ganz zu verlieren. Ein tierischer Kino-Spaß, der auch von einer großen Portion Schmalz nicht getrübt wird.

    Von AP-Mitarbeiter Harry Luck

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