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    Kreisvorsitzender verzweifelt gesucht: Schiri-Boss Erich Schneider hat kein Interesse

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    Schon bald ein gewohntes Bild, wenn die Oberen des Fußballverbandes Rheinland (von links Geschäftsführer Armin Bertsch, Rechtswart Norbert Weise und Präsident Walter Desch) dem Kreis Rhein-Lahn (von rechts Jugendwart Helmut Lorch und der stellvertretende Kreisvorsitzende Klaus Hirschberger) einen Besuch abstatten. Günther Weck, seit 1984 in Sachen Fußball im Kreis engagiert, wird am 31. Dezember sein Amt niederlegen. 
Fotos: Marco Rosbach
    Schon bald ein gewohntes Bild, wenn die Oberen des Fußballverbandes Rheinland (von links Geschäftsführer Armin Bertsch, Rechtswart Norbert Weise und Präsident Walter Desch) dem Kreis Rhein-Lahn (von rechts Jugendwart Helmut Lorch und der stellvertretende Kreisvorsitzende Klaus Hirschberger) einen Besuch abstatten. Günther Weck, seit 1984 in Sachen Fußball im Kreis engagiert, wird am 31. Dezember sein Amt niederlegen. Fotos: Marco Rosbach
    Foto: Marco Rosbach

    "Wir haben vom Präsidenten Walter Desch den Auftrag erhalten, die Sache in die Hand zu nehmen und eine Regelung zu finden, dass ab Januar der Spielbetrieb geregelt weiter läuft", so Klaus Hirschberger, der Referent für Freizeit- und Breitensport und Integrationsbeauftragte des Fußballkreises Rhein-Lahn.

    Mit "wir" meint er den verbliebenen zweiköpfigen geschäftsführenden Vorstand: eben Klaus Hirschberger und Kreisjugendleiter Helmut Lorch. "Wir müssen zusehen, dass wir eine Mannschaft zusammenbekommen, um so schnell wie möglich einen Kreistag einberufen zu können."

    Einen in heimischen Fußballerkreisen ganz heiß gehandelten (vermeintlichen) Kandidaten kann das Duo getrost von seiner Liste streichen: Erich Schneider. Es hieß, der Weiseler solle die Nachfolge Wecks antreten und vom Norkener Detlef Schütz im Amt des Verbands-Schiedsrichter-Obmannes (VSO) beerbt werden. Doch Schneider erteilt diesen Spekulationen auf Nachfrage unserer Zeitung eine überaus klare Absage. "Ich werde mein Amt im Verband nicht niederlegen. Ich bin von den Vereinen bis zum Jahr 2013 gewählt."

    Die theoretisch denkbare Variante, neben seinem Job als VSO auch noch das Amt des Kreisvorsitzenden auszuüben - dass so etwas geht, zeigt Hans Christmann als Chef des Fußballkreises Hunsrück/Mosel und Vorsitzender des Verbands-Spielausschusses - schließt der frühere langjährige Zweitliga-Referee und Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich kategorisch aus.

    "Ich bin in meiner Tätigkeit als Verbands-Schiri-Obmann täglich aktiv, eine Doppelfunktion ist aus zeitlichen und nicht zuletzt auch aus familiären Gründen nicht möglich", so Schneider.

    Neben Hirschberger und Lorch sind jedoch auch die Vereine gefordert, sich Gedanken zu machen. Der Pensionär aus Eppenrod ist jedoch in diesem Punkt eher skeptisch. "Die Kandidaten wachsen ja nicht auf den Bäumen. Wir führen bereits Gespräche, doch es ist eben nicht so einfach, geeignete und willige Leute zu finden, die bereit sind, im Kreisvorstand Verantwortung zu übernehmen. Im Vorfeld eines Kreistages müssen die personellen Fragen geklärt sein."

    Für Hirschberger steht außer Frage, dass sich strukturell etwas Gravierendes in der Führungsetage des Fußballkreises Rhein-Lahn ändern muss. Bis dato amtiert Günther Weck als Kreisvorsitzender, Sachbearbeiter und auch Staffelleiter - einmalig im Bereich des Fußballverbandes Rheinland. "Der Kreissachbearbeiter ist ein Schlüsselposten. Das kann der Kreisvorsitzende nicht auch noch machen."

    Erich Schneider scheidet zumindest bis 2013 für das oberste Amt im Kreis aus. Gibt's etwa bis dahin einen Übergangsvorsitzenden? Oder sind konkret gehandelte Namen wie beispielsweise der Scheidter Bürgermeister Hans-Wilhelm Lippert oder der Oelsberger Stefan Henseleit ein Thema? Wer wird Kreis-Schiedsrichter-Obmann? Fragen über Fragen, die geklärt werden müssen. Hirschberger bereitet die Mitglieder des erweiterten amtierenden Kreisvorstandes vorsorglich schon einmal auf (noch) mehr Arbeit vor. "Eventuell müssen wir auch die bis dahin von Günther Weck geleistete Arbeit auf die verbliebenen Schultern verteilen."

    Von unserem Redakteur Stefan Nink

    Kommentar

    Marco Rosbach zur Situation im Fußballkreis Rhein-Lahn

    Ein Kreuzbube löst längst nicht alle Probleme

    Einen Trumpf, wahrscheinlich sogar den entscheidenden Trumpf, haben nicht Aslan Basibüyük und seine Hintermänner aufgespielt. Den vermeintlichen Kreuzbuben im Kreuzzug gegen Günther Weck und den Vorstand des Fußballkreises Rhein-Lahn hat der Fußballverband selbst auf den Tisch gelegt und damit der Tatsache, dass eine Sitzung falsch abgerechnet worden ist, selbst die Brisanz genommen. Der Vollständigkeit halber hat FVR-Präsident Walter Desch am Freitagabend in Nassau ergänzt, dass der Verband noch entscheiden wird, ob er dieser Angelegenheit nachgehen wird. Allzu große Konsequenzen sind für die beteiligten Funktionäre aber nicht zu erwarten. Eine andere spannende Aussage, die in den vergangenen Wochen hinter vorgehaltener Hand mehrfach zu hören war, blieb bei der erstaunlich gut besuchten Info-Veranstaltung indes unausgesprochen. Keiner der Verantwortlichen aus dem erweiterten Kreisvorstand hat gesagt: "Ich werde mich nicht mehr mit Aslan Basibüyük an einen Tisch setzen." Mit Kritik an dem für acht Monate gesperrten Kreisschiedsrichterobmann wurde insgesamt sehr sparsam umgegangen. Das Problem, das fast alle handelnden Personen mit dem umstrittenen Unparteiischen haben, der am Freitag übrigens nicht in Nassau war, thematisierte lediglich Erich Schneider - der Chef der Schiedsrichter im FVR.

    Bleibt die Frage, was passiert, wenn das Neutrale Schiedsgericht, das Basibüyük angerufen hat, in den kommenden Wochen zu einem anderen Urteil kommt als das Verbandsgericht und den Kreisschiedsrichterobmann im Extremfall freispricht. Bleibt alles beim Alten? Nur vom neuen Jahr an ohne Günther Weck? Es ist kaum vorstellbar, dass der langjährige Oberliga-Schiedsrichter in sein Amt zurückkehrt, als wäre nichts gewesen. Zurück in einen Vorstand, der in seine Einzelteile zu zerfallen droht und alle Hände damit zu tun haben wird, rechtzeitig vor dem nächsten Kreistag eine Mannschaft zu finden, die sich den Vereinen zur Wahl stellt. Eine Wahl übrigens, bei der dann auch Basibüyük selbst wieder kandidieren könnte, für welche Funktion auch immer. Mit Günther Wecks Rücktritt sind längst nicht alle Probleme gelöst im Fußballkreis Rhein-Lahn. Ganz im Gegenteil.

    E-Mail an den Autor: marco. rosbach@rhein-zeitung.net

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