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    Frankfurt/MainKlares Spieler-Votum für Löw

    Es geht wieder los - und die junge deutsche Spieler-Generation glaubt weiterhin an Joachim Löw als Titel-Macher.

    Vertrauenssache
    Bundestrainer Joachim Löw (l) steht beim Training neben Sami Khedira.
    Foto: Arne Dedert - DPA

    Stretching
    Ilkay Gündogan (l) und Mario Götze wärmen sich ordnungsgemäß auf.
    Foto: Frank Rumpenhorst - DPA

    «Wir haben ihm zu hundert Prozent vertraut. Wir vertrauen ihm zu hundert Prozent. Daran gibt es überhaupt keine Zweifel, weil er ein hundertprozentiger Fachmann ist», versicherte Sami Khedira vor dem spannenden und schwierigen Neubeginn gegen Argentinien.

    Ansage
    Bundestrainer Joachim Löw (M.) gibt den Spielern Trainingsaufgaben mit auf den Weg.
    Foto: Frank Rumpenhorst - DPA

    Gegen Weltfußballer Lionel Messi und Co. wollen der Bundestrainer und sein personell geschwächtes Team am Mittwoch in der fast ausverkauften Frankfurter WM-Arena verspieltes Vertrauen auf Anhieb zurückgewinnen. «Wir haben Lust auf dieses Spiel. Wir wollen nicht nur gewinnen, sondern guten Fußball spielen, die Fans begeistern und wieder auf unsere Seite bekommen», kündigte Führungskraft Khedira an. «Ein Spiel gegen eine Klasse-Mannschaft wie Argentinien ist ein guter Maßstab für die WM-Qualifikationsspiele im September und Oktober», betonte auch Löw.

    Torwarttraining
    Die Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler (l) und Marc-André ter Stegen bei Fangübungen.
    Foto: Frank Rumpenhorst - DPA

    Der EM-Frust soll in Vorfreude auf den Quali-Marathon gegen Schweden, Irland, Österreich, Kasachstan und Auftaktgegner Färöer verwandelt werden - auch bei den Spielern selbst. Denn der Halbfinal-K.o. gegen Italien steckt auch ihnen noch in den Knochen. «Wir haben uns am meisten über uns selbst ärgern müssen, dass wir die Leistung nicht abgerufen haben», berichtete Khedira.

    Real-Stars
    Wie oft im Club bei Real Madrid trainierten Mesut Özil (l) und Sami Khedira Seite an Seite.
    Foto: Frank Rumpenhorst - DPA

    Einen Tag nach der emotionalen Brandrede des Bundestrainers verurteilte auch der Mittelfeldspieler von Real Madrid die «teilweise beleidigenden» Kritiken nach dem vorzeitigen Titel-Aus. «Das war nicht die feine englische Art. Da wurden Dinge in den Raum geworfen, die nichts mit Sport zu tun hatten.» Etwa die Hymnen-Debatte.

    Für eine neue schwarz-rot-goldene Aufbruchstimmung wollen gerade die unbeschwerten Youngster um Marco Reus sorgen: «Die Sache ist jetzt auch gegessen», sagte Deutschlands Fußballer des Jahres zur EM-Nachlese und forderte: «Wir müssen nach vorne schauen. Wir müssen gegen Argentinien versuchen, einen richtigen Neustart zu machen.» In der Wortwahl der Reus-Generation lautet die Botschaft Richtung WM 2014 so: «Wir müssen geiler werden auf einen Sieg, auf ein Tor.»

    Auch Khedira fordert noch mehr Gier nach einem Turnier-Triumph, «zu lieb» empfand er die DFB-Elf gegen abgezockte Italiener. «Ich glaube, dass wir in den nächsten zwei Jahren noch besser werden und irgendwann an der Reihe sind, einen Titel zu holen», erklärte der Kapitän der U 21-Europameister-Elf von 2009: «Der Titel fehlt, daran werden wir arbeiten und uns nicht entmutigen lassen.»

    Zweifel an Löw lösen bei Khedira Kopfschütteln aus. Nach der EM-Vorrunde und dem Viertelfinalsieg gegen Griechenland sei dieser öffentlich «auf eine Stufe hochgehypt worden, höher geht es nicht», erinnerte er: «Und jetzt soll es auf einmal falsch gewesen sein.» Die Mannschaft sei für die Italien-Pleite «verantwortlich» gewesen.

    Der Argentinien-Test soll neuen Optimismus schüren. «Da kann sich jeder messen», betonte Khedira. Besonders mit Messi, dem Reus & Co. aber nicht ehrfürchtig beim Zaubern zusehen möchten. «Ich habe selten einen Spieler gesehen, der so leichtfüßig ist», bemerkte Reus. Aber in der Video-Sitzung habe ihnen Löw auch gezeigt, «wie man ihn stoppen kann». Ob der Bundestrainer seine Taktik wieder stark am Gegner und Messi ausrichten will, hielten die Spieler geheim.

    Auch wenn der Zeitpunkt mitten in der Saison-Vorbereitung eher ungünstig ist, sollen Einsatz und Ehrgeiz stimmen. «Wir werden versuchen, das Spiel zu dominieren, so lange die Kräfte reichen werden», kündigte Löw an. Vor einem Jahr gelang das zu einem ähnlich ungelegenen Termin beim fulminanten 3:2 gegen Brasilien auch. Löw will den Test zudem dazu nutzen, «einige junge Spieler zu sehen». Sein Wechselkontingent von sechs Akteuren möchte er ausschöpfen.

    Gerade Reus steht im Fokus. «Bei der EM hat er sich mit seiner Spielweise bei uns immer mehr in den Vordergrund gespielt», lobte der Bundestrainer den Neu-Dortmunder. Auch Mario Götze und Julian Draxler sollen in den kommenden Monaten «vermehrt ihre Chance erhalten», um sie Richtung Weltmeisterschaft aufzubauen.

    In Abwesenheit von Bayern-Stammkräften wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer wird gegen die Südamerikaner eine Bubi-Elf auflaufen, in der Khedira mit nur 25 Jahren der älteste Spieler wäre, wenn es nicht den unverwüstlichen Torjäger Miroslav Klose (34) gäbe. «Wir freuen uns darauf, uns mit den Argentiniern zu messen», kündigte Reus an.

    Der 500. Sieg im 864. Länderspiel könnte den noch immer ärgerlichen Blick zurück auf die gescheiterte EM-Titelmission verblassen lassen. «Ein Sieg wäre positiv und eine gute Vorlage für die ersten Spiele der WM-Qualifikation», erklärte Team-Psychologe Hans-Dieter Hermann: «Nach den ersten Erfolgen sind die negativen Erlebnisse bald in weiter Ferne.»

    Voraussichtliche Aufstellungen zu Deutschland - Argentinien:

    Deutschland: Zieler (Hannover 96/23 Jahre/1 Länderspiel) - Boateng (FC Bayern München/23/25), Hummels (Borussia Dortmund/23/19), Badstuber (FC Bayern München/23/25), Schmelzer (Borussia Dortmund/24/6) - Khedira (Real Madrid/25/32), Kroos (FC Bayern München/22/30) - Müller (FC Bayern München/22/32), Özil (Real Madrid/23/38), Reus (Borussia Dortmund/23/8) - Klose (Lazio Rom/34/121)

    Argentinien: Romero (Sampdoria Genua/25/28) - Zabaleta (Manchester City/27/24), Campagnaro (SSC Neapel/32/2), Garay (Benfica Lissabon (25/6), Clemente Rodriguez (Boca Juniors/31/17) - Sosa (Metalist Charkow/27/16), Mascherano (FC Barcelona/28/81), Gago (FC Valencia (26/38), di Maria (Real Madrid/24/29) - Messi (FC Barcelona/25/70), Aguero (Manchester City/24/37)

    Schiedsrichter: Eriksson (Schweden)

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