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    BremenKein Geld verschenken - Riester-Vertrag nicht gleich kündigen

    Riestern kann sich lohnen. Schließlich wird das Sparen staatlich gefördert. Hohe Kosten können die Rendite allerdings deutlich schmälern. Was sollen Betroffene dann tun?

    Kosten und Erträge beim Riestern
    Wer mit seinem Riester-Vertrag unzufrieden ist, kann kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln - allerdings fallen dann häufig Gebühren und auch neue Abschlusskosten an.
    Foto: Jens Büttner - DPA

    Riestern wird gefördert - die Kosten können aber dennoch für einen geringen Ertrag sorgen. «Bei den Kosten gibt es sehr große Unterschiede, selbst bei ein und demselben Anbieter», sagte Thomas Mai von der Verbraucherzentrale Bremen. So verlange etwa eine große Versicherung sechs Prozent für den Abschluss. «Bei dem Direktableger des Unternehmens sind es aber nur drei Prozent.» Wer nach der Unterschrift unzufrieden ist, sollte seinen Vertrag aber nicht sofort kündigen. «Damit verschenkt man unter Umständen viel Geld. Denn in diesem Fall muss man die erhaltenen Förderbeträge zurückzahlen.» Außerdem seien die Abschlusskosten verloren.

    Aufschluss über die Kosten bekommen Anleger in einem Produktinformationsblatt, das vor dem Kauf ausgehändigt werden muss. «Darin muss angegeben werden, wie hoch die Abschluss-, Verwaltungs- oder Vertriebskosten sind», erklärt Mai. Da die Angaben von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich sind, sollten Kunden auch auf die garantierte Rente achten. «Je höher die garantierte Rente ist, desto geringer sind auch die Kosten.» Laut einem aktuellen Test in der Zeitschrift «Finanztest» (Heft 10/2012) beträgt der Unterschied zwischen günstigen und ungünstigen Verträgen bei der garantierten Rente bis zu 17 Prozent.

    Anbieter von Riester-Renten sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig einheitliche Angaben zu den wichtigsten Vertragskennzahlen machen, berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Demnach soll in jedem Vertrag ein Überblick etwa über Kosten, Rendite-Erwartung und das Anlage-Risiko gegeben werden.

    Generell gilt: «Die Abschlusskosten werden bei Riester-Rentenverträgen über die ersten fünf Jahre verteilt», erklärt Mai. Kunden, die unzufrieden mit ihrer Riester-Rente sind, könnten den Anbieter wechseln. «Jeder Vertrag kann mit einer Frist von 3 Monaten zum Quartalsende gekündigt werden», sagt der Verbraucherschützer. «Das bis dahin angesparte Guthaben wird an den neuen Anbieter übertragen.» Allerdings werde hier oft eine Wechselgebühr fällig. Bei einer neuen Riester-Rentenversicherung müsse der Kunde zudem erneut Abschlusskosten zahlen. «Daher lohnt es sich auch nicht, alle drei Jahre zu wechseln.»

    Die Alternative: «Der Kunde lässt den Vertrag einfach ruhen», sagt Mai. Beiträge müssen dann nicht mehr gezahlt werden. Allerdings gebe es dann auch keine Förderung mehr. Bereits erhaltene Fördergelder müssten aber auch nicht zurückgezahlt werden. Seien die Abschlusskosten noch nicht bezahlt, ziehe der Anbieter sie weiter ab.

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