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    Kein Anlass zu Hochnäsigkeit

    Die jüngsten drei Spiele haben sie gewonnen. Und dass der nächste Gegner SC Idar-Oberstein heißt, verspricht für die Amateure des FSV Mainz 05 eine Fortsetzung der Serie. "Ja", sagt Trainer Martin Schmidt, "wenn man die aktuelle Tabelle ansieht, ist das so." Die Gäste gehören einem Quartett von Mannschaften an, die mit je sieben Punkte auf den letzten Rängen der Regionalliga Südwest liegen.

    Der zum Profikader gehörende Innenverteidiger Stefan Bell (rechts) hat sich nach einem sehr mäßigen Saisonbeginn zu einem der Stabilisatoren der 05-Amateure entwickelt. 
Foto: Eva Willwacher
    Der zum Profikader gehörende Innenverteidiger Stefan Bell (rechts) hat sich nach einem sehr mäßigen Saisonbeginn zu einem der Stabilisatoren der 05-Amateure entwickelt.
    Foto: Eva Willwacher

    Dennoch findet der Mainzer Coach drei Ansätze, seine Mannschaft vor der Aufgabe am Sonntag im Bruchwegstadion (Anstoß: 14 Uhr) zu warnen.

    1. Der eigene Höhenflug ist noch kein sonderlich altes Phänomen. Bis zum achten Spieltag pendelten die 05-Amateure zwischen dem vorletzten und dem letzten Platz. Zu Hochnäsigkeit besteht also kein Anlass.

    2. Im Gegensatz zur vorigen Saison ist der SC Idar-Oberstein in dieser Saison eher heimschwach - sechs ihrer sieben Punkte haben die Hunsrücker auf fremden Plätzen geholt. "Auswärts sind die noch ungeschlagen", warnt Martin Schmidt und hat angesichts dieser Zwischenbilanz eine relativ konkrete Ahnung, wie das Team von Sascha Hildmann am Bruchweg auftreten wird. "Sie werden hinten massiert stehen, das Tor zustellen und dann auf Konter setzen", glaubt der Mainzer Trainer. "Und wir haben schon öfter die Erfahrung gemacht, dass wir uns gegen Mannschaften, die so spielen, schwertun."

    3. Trotz des 4:1-Erfolgs bei Wormatia Worms sah Schmidt am vorigen Samstag nur bedingt Grund zur Zufriedenheit. Selbstverständlich verstehe er, dass die jungen Spieler den nicht unbedingt (und schon gar nicht in dieser Höhe) erwarteten Auswärtssieg als besonders beglückend empfanden. "Klar, das ist ein geiles Gefühl", sagt der Coach. Nichtsdestotrotz habe er der Mannschaft aber am Sonntag die defensiven Schwächen vor Augen geführt. "Bei unseren vorangegangenen Siegen gegen die Eintracht und den FSV Frankfurt hatten wir über weite Strecken nicht das Gefühl, dass der Gegner ein Tor schießen könnte", sagt Schmidt. "In Worms dagegen wurde jeder gegnerische Angriff gefährlich, auch noch nach dem 3:0."

    Deshalb verlangt der Trainer von seinen Akteuren, dass sie ihr Augenmerk wieder verstärkt auf die Defensive richten. Zuletzt konnten sich die Kollegen darauf verlassen, dass Torwart Christian Mathenia sowie die Innenverteidiger Stefan Bell und Manuel Schneider stets rechtzeitig zur Stelle waren. Aber man muss es ja nicht provozieren. "Wir müssen vor allem unsere Außenbahnen dicht bekommen", sagt Schmidt. "Daran haben wir in dieser Woche auch im Training gearbeitet." Umsetzen soll die Erkenntnisse voraussichtlich der Kader, der auch in Worms zur Verfügung stand. Es sei denn, Cheftrainer Thomas Tuchel beordert nach dem Bundesligaspiel noch den ein oder anderen Profi zum Spielpraxis sammeln zu den Amateuren.

    Peter H. Eisenhuth

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