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    MainzKasse zahlt Magenverkleinerung erst nach Therapie

    Die Krankenkasse muss einer stark übergewichtigen Frau eine Magenverkleinerung nur bezahlen, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind. Das entschied das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz in Mainz.

    Konkret verlangen die Richter eine wenigstens sechs- bis zwölfmonatige Behandlung - etwa durch Ernährungsberatung und Ernährungsumstellung. Erst wenn die Frau dann kein Gewicht verloren habe, komme ein chirurgischer Eingriff infrage (Aktenzeichen: L 5 KR 101/10).

    Das Gericht hob mit seinem Urteil eine gegenteilige Entscheidung des Sozialgerichts Trier auf und wies die Klage einer Versicherten ab. Die Frau hatte von ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme für eine sogenannte Magenbypassoperation in Höhe von knapp 5400 Euro verlangt. Sie machte geltend, alle bisherigen Versuche, ihr erhebliches Übergewicht zu verringern, seien erfolglos geblieben. Die Patientin wiegt 115 Kilo bei 171 Zentimetern Körpergröße.

    Zwar sei starkes Übergewicht eine Krankheit, urteilten die Richter. Die Klägerin habe aber noch nicht alle Behandlungsmethoden ausgeschöpft. Als unerheblich werteten die Richter den Einwand der Frau, die Krankenkasse habe sie bisher unzureichend beraten. Die Krankenkassen seien nicht verpflichtet, ungefragt auf qualifizierte Therapiemöglichkeiten hinzuweisen.

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