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    DortmundJoachim Löw: «Automatismen müssen besser werden»

    Fragen an Bundestrainer Joachim Löw nach dem 1:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien.

    Taktik-Beratung
    Bundestrainer Joachim Löw (l) gibt Miroslav Klose Anweisungen.

    Wie beurteilen Sie den Länderspiel-Auftakt 2011?

    Löw: «Es war ein unterhaltsames Testspiel mit Wechsel der Dominanz auf dem Platz. Wir haben es in der zweiten Halbzeit versäumt, konsequent und mit letztem Risiko dafür zu investieren, das 2:0 zu erzielen. Ich habe viel Gutes gesehen, in einigen Phasen aber auch, was wir besser machen können. Zum Beispiel, was die Organisation betraf. Es lief nicht immer so flüssig, wie wir es gewohnt waren.»

    Was bemängeln Sie?

    Löw: «Wir konnten das Tempo nicht so umsetzten über 90 Minuten, wie wir es uns vorgenommen hatten. In Ballannahme und Passspiel sind Fehler passiert, die uns sonst nicht unterlaufen. Nach vorn war unser Spiel nicht immer so flüssig. Ich denke, das Ergebnis geht in Ordnung, weil die Italiener engagiert nach vorn gespielt haben.»

    Wo liegen die Gründe dafür, dass es vor allem in der zweiten Halbzeit in dem Testspiel nicht mehr so lief?

    Löw: «Ein Grund ist der Spagat, dass man einige Wechsel macht. Wenn man in einem Qualifikationsspiel 1:0 führt, nimmt man möglichst wenige Korrekturen vor. Aber ich wollte den einen oder anderen einfach sehen, einen Mario Götze oder Jérome Boateng. Für viele war es seit Oktober auch eine längere Pause in der Nationalmannschaft. Die Automatismen müssen wieder besser werden in diesem Jahr.»

    Hat sich das Spiel von Mesut Özil bei Real Madrid verändert?

    Löw: «Sein Spiel hat sich schon bei der WM verändert. Das Spiel ohne Ball macht Mesut stark, das ist bei ihm entscheidend besser geworden. Wie er unser Tor vorbereitet - das sind schon geniale Momente.»

    Dennis Aogo hat links verteidigt, ist er jetzt Ihre Nummer 1 auf dieser Position?

    Löw: «Das muss man sehen, es ist nicht ganz abschließend zu beurteilen. Wir suchen ja eine linke Lösung, einen Linksfuß. Aogo hat acht Wochen bei der WM mit uns trainiert, war danach leider verletzt. Ich wollte ihm einfach noch eine Chance geben. Er hat insgesamt eine ordentliche Leistung gezeigt - und ist zumindest eine Möglichkeit für diese Position.»

    Sami Khedira hat im Mittelfeld seine Rolle gesucht, aber nicht so richtig gefunden. Wie sehen Sie sein Spiel?

    Löw: «Das betraf nicht nur Sami Khedira. Unsere gesamte Defensive war nicht so klar geordnet. Wir hatten zu große Abstände im Mittelfeld. Müller hing phasenweise vorn rechts fest. Zwei-, dreimal sind wir nicht rechtzeitig zurückgewichen mit der Abwehr.»

    Bastian Schweinsteiger spielte anders als bei Bayern München wieder auf der Sechser-Position. Ist das ein Problem?

    Löw: «Bastian Schweinsteiger kann sich auf verschiedene Positionen einstellen. Er kann die Position weiter vorn auch spielen. Für mich ist er sehr gut auf der Sechs, weil da viele Fäden zusammenlaufen. Er ist gut, wenn er das Spiel vor sich hat und er ist im defensiven Zweikampf stark. Für die offensivere Position haben wir Leute, die dafür prädestiniert sind wie Özil, Götze oder Kroos.»

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