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  • Jena ist gerettet: Sparkasse neuer Trikotsponsor

    Jena (dpa) ­ Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena hat die drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet und die Grundlagen für eine finanzielle Gesundung des Traditionsvereins gelegt.

    Wie der Club auf einer Pressekonferenz mitteilte, kann die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geforderte Bürgschaft in Höhe von 947 000 Euro geleistet werden. Bis zum 15. Januar um 15.30 Uhr müssen die Unterlagen in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main vorliegen. «Wir haben es geschafft», sagte Vereinspräsident Hartmut Beyer.

    Möglich wird die Rettung durch ein umfassendes Engagement der Sparkasse Jena/Saale-Holzland. Das Kreditunternehmen wird für den Rest der Saison neuer Trikotsponsor und gewährt dem Club zudem einen Kredit in Höhe von 150 000 Euro. Durch neue Sponsoreneinnahmen in Höhe von 357 000 Euro, den Kauf der Rasenheizung durch die Stadt Jena in Höhe von 350 000 Euro und eine Stundung der Spielergehälter (100 000 Euro) hat der Verein in kurzer Zeit 957 000 Euro erwirtschaftet und kann damit die Verbindlichkeiten abtragen.

    Allerdings entsteht für den Verein nun ein neues Problem. Der Kredit über 150 000 Euro muss ebenso zurück gezahlt werden, wie die gestundeten Spielergehälter. Damit gehen Mehrkosten in Höhe von mindestens 250 000 Euro mit in die neue Saison. «Deswegen sind wir mit unserer Arbeit noch lange nicht am Ende. Auch in den nächsten Wochen müssen wir hart dafür arbeiten, um die nächste Saison auf gesunde Füße zu stellen.

    Jenas Sparkassen-Chef Martin Fischer wollte sich nicht über die Höhe des finanziellen Engagements äußern. «Das fällt unter das Bankgeheimnis und wird nicht öffentlich gemacht. Wir hatten 2009 unsere erfolgreichstes Geschäftsjahr überhaupt. Deswegen war für uns klar, dass wir dem Verein gern helfen werden, aber wir verteilen keine Almosen, sondern setzen auf eine ausgeglichene Partnerschaft», sagte Fischer.

    Das Kreditinstitut erhofft sich nun eine noch bessere Außenwirkung, engagiert nicht mehr nur im Breitensport. «Wir werden sportlich nicht mitreden, das ist Sache des Vereins. Aber die Mannschaft muss natürlich Erfolge bringen», meinte Fischer. Druck von der Stadt Jena, dem strauchelnden Fußball-Verein zu helfen, soll es nicht gegeben haben. «Ich habe weder mit dem Oberbürgermeister noch dem Landrat besprochen. Wir engagieren uns nicht durch Druck der Politik», bekräftige Fischer. Gleichwohl ist aber klar, dass eine mögliche Insolvenz des Clubs auch für die Wirtschaft in Ostthüringen schwerwiegende Folgen gehabt hätte. «Das haben viele Unternehmen erkannt und uns deswegen geholfen», sagte Präsident Beyer.

    Das neue Trikot des Drittligisten soll am 19. Januar im Rahmen des Neujahrsempfangs vorgestellt werden. Am 23. Januar startet Jena mit dem Nachholspiel gegen den SV Sandhausen sportlich in das Jahr 2010. «Wir hoffen, dass es ein gutes Jahr wird. Wirtschaftlich haben wir den Grundstein dafür gelegt», sagte Beyer.

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