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  • ISU: Ad-hoc-Kammer im Pechstein-Fall nicht zuständig

    Vancouver (dpa). Die Internationale Eislauf-Union ISU hat die Zuständigkeit des Ad-hoc-Gerichts in Vancouver im Fall Claudia Pechstein infrage gestellt.

    Zugleich wird darauf verwiesen, dass für die ISU allein der Richterspruch des Internationalen Sportgerichtshofes CAS vom 25. November 2009 in der Causa der wegen erhöhter Blutwerte gesperrten Eisschnellläuferin bindend sei. Dies geht aus einer vom ISU-Juristen Gerhardt Bubnik unterzeichneten Stellungnahme hervor, die vom CAS angefordert worden war und die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt.

    ISU-Vizepräsident Gerd Zimmermann hatte zuvor diese Tatsache bestritten. «Das ist totaler Blödsinn, warum sollten wir die Zuständigkeit des Ad-hoc-Gerichts nicht anerkennen?», hatte der oberste Eisschnelllauf-Funktionär innerhalb des ISU auf Anfrage erklärt. Ob die ablehnende Haltung des Verbandes Einfluss auf die Entscheidung der Ad-hoc-Kammer haben wird, ist offen. Experten geben Pechstein keine Chance bei ihrem Vorstoß, doch noch bei den Olympischen Spielen in Vancouver starten zu können.

    Der CAS hatte am 17. Februar den Eingang der schriftlichen Stellungnahmen von IOC, DOSB und ISU zum Antrag von Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Pechstein bestätigt. Der CAS hatte danach wiederum dem Anwalt der wegen erhöhter Blutwerte für zwei Jahre gesperrten Berlinerin die Gelegenheit gegeben, auf diese Erklärungen mit einer Stellungnahme zu reagieren. Dies war laut Pechstein-Management bis 24.00 Uhr, fristgerecht erfolgt.

    Dass die Pechstein-Partei zur Erwiderung der Erklärungen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC), Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) und der ISU aufgefordert worden war, gilt in Expertenkreisen als Hinweis, dass es aller Voraussicht nach keine Anhörung mehr geben wird. Damit sanken die Chancen der Athleten auf eine Zulassung bei den Winterspielen weiter.

    Die Ablehnung der Zuständigkeit des Ad-hoc-Gerichts durch den Weltverband hatte die Pechstein-Seite nicht überrascht. «Der Weltverband hat getäuscht und getrickst, um die Sperre zu erwirken. Jetzt versucht er mit allen Mitteln zu verhindern, dass der Fall nochmals inhaltlich überprüft wird. Das überrascht mich nicht», erklärte Pechstein-Manager Ralf Grengel. «Ich hoffe, dass die Ad-hoc-Richter sich davon nicht beeindrucken lassen und in einer mündlichen Verhandlung die neuen entlastenden Beweise und Gutachten zu würdigen wissen», erklärte er. Pechstein selbst wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

    Die Hauptstädterin war aufgrund von Indizien für zwei Jahre gesperrt worden. Der CAS hatte bereits ein entsprechendes Urteil der ISU in einem Berufungsverfahren für rechtens erachtet. Zudem hatte das Schweizer Bundesgericht nach einer Beschwerde Pechsteins den CAS- Spruch bestätigt.

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